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Princess Charming 2021

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lieben sie noch heute

Egal ob Brüder Grimm, Disney oder Pixar – die Story ist meistens die gleiche: Eine wunderschöne Prinzessin befindet sich in Gefangenschaft und wird am Ende von einem stattlichen Prinzen gerettet.

Kein Wunder also, dass diese Story-Blaupause auch in der deutschen TV- und Streaming-Welt nach wie vor Verwendung findet. Zumindest wäre das logisch. Aber ein Blick in das Angebot von TVNOW, dem Streamingdienst der Mediengruppe RTL, zeigt genau das Gegenteil. Anstatt weiterhin ausschließlich erfolgreiche heterosexuelle Datingformate zu entwickeln, schwenkt der Medienriese um und lenkt den Fokus jetzt vermehrt auf homosexuelle und nicht-binäre Menschen.

Und das Ergebnis spricht Bände: So gewann die erste Staffel der homosexuellen Datingshow „Prince Charming“ nicht nur die Herzen von unzähligen Zuschauern, sondern mit dem Grimme-Preis auch eine der bedeutendsten Auszeichnungen der deutschen Fernsehlandschaft. Inzwischen wurde nicht nur eine dritte Staffel angekündigt, sondern auch ein Schwesternformat produziert – „Princess Charming“. Und tatsächlich sucht ab dem 25.05.2021, zum ersten Mal überhaupt in einem Unterhaltungsformat, eine Frau die Liebe unter anderen Frauen. Und es wird noch besser, denn die Sendung bricht mit Vorurteilen über homosexuelle Frauen. Natürlich gibt es auch hier kurzgeschorene Haare und voll tätowierte Arme – aber eben nicht nur. Es wird ein diverses Bild gezeichnet, denn es geht nicht um Stereotypen einer lesbischen Person, sondern um Individuen, die die wahre Liebe suchen.

Und dass es sich bei dem Vorstoß von TVNOW nicht um ein Versehen handelt, sondern die zuständigen Entscheider:innen ganz genau wissen, was für einen Stein sie (hoffentlich) ins Rollen bringen, zeigt der Trailer für die erste Staffel von „Princess Charming“. Zuerst das gewohnte Bild: Eine tiefe Stimme erzählt von einer weit entfernten Insel, einem Schloss, einer schönen Prinzessin. Sie ist allein und sehnt sich nach der Liebe – also nimmt sie eine Rose und wirft sich auf ihr Himmelbett, um auf einen prächtigen Prinzen zu warten. Doch dann der Einspruch: „Sorry, aber ich warte hier doch nicht auf einen Prinzen!“ Nach kurzer Irritation brummt die Stimme dann über Szenen von homosexuellen Frauen, die feiern, mal uneins sind und sich verlieben.

Man wünscht sich solche Momente auch in klassischen Märchen – denn wer will schon sieben Zwerge in einem Haus, wenn es eine Villa voller Frauen gibt?

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