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K-Word #637: Neues aus der Lesbenwelt

5.12.2025 - Sarah Paulson: Stern am Walk of Fame und Liebeserklärung von Holland Taylor, Tig Notaro kündigt „hot lesbian action film“ an, Kate Moennig & Leisha Hailey verkaufen Cocktails in Dosen, Alex Scott & Jess Glynne, Dunja Hayali, Jessie J - und mehr!

Von Karin Schupp

5.12.2025 - Als hätten wir’s gewusst: Jüngst porträtierten wir das Paar Sarah Paulson (All’s Fair) und Holland Taylor (Two and a half Men) - und am Dienstag wurde Erstere mit einem Stern am Hollywood Walk of Fame geehrt. Die Laudatio hielt ihre Lebensgefährtin, die ihre Beziehung als „das Abenteuer, das Sie sich immer für ihr Leben gewünscht haben“, bezeichnete und ihre Rede mit den Worten endete: „Und nur für den Fall, dass sie es nicht weiß: Sie hat einen ständig leuchtenden Stern in meiner Straße. Ich liebe dich, Liebling.“ Die Zeremonie war ein wahres LGBTQ-Treffen: Zu den Ehrengästen gehörten neben dem Produzenten Ryan Murphy, der Paulson seit Staffel 1 von American Horror Story (2011) in vielen seiner Projekte besetzt, auch Niecy Nash (K-Word #635), Clea DuVall (Veep), Aisha Hinds (9-1-1 Notruf L.A.), Jesse Tyler Ferguson (Modern Family) und Ehrenlesbe Melanie Lynskey (Yellowjackets).

Die queere Ex-Fußballnationalspielerin Alex Scott wurde als Erste aus dem britischen Dschungelcamp I’m a Celebrity Get Me Out of Here  gewählt (nachdem der Rauswurf-Favorit fürs Voting gesperrt worden war). In ihren zwölf Tagen in der Show holte sie 97 % der möglichen Sterne, verfeinerte die Mahlzeiten mit eingeschmuggeltem Salz (bis sie aufflog) und schwärmte am Lagerfeuer von ihrer Lebensgefährtin, Popstar Jess Glynne, bei der sie einen Heiratsantrag bestellte (K-Word #635). „Es war eine unglaubliche Erfahrung und mental war es hart“, sagte die TV-Sportmoderatorin nach dem Auszug und Glynne schrieb auf Instagram: „Sie hatte nicht genug Sendezeit, um zu zeigen, wie unglaublich sie ist, und glaubt mir, das ist erst der Anfang.“ Anstatt sie - wie geplant - nach dem Auszug im Baumhaus zu empfangen, war Glynne in England geblieben, da ihre Mutter einen schweren Schlaganfall erlitten hatte. Auch Scott wartete daher nicht das Finale ab und flog sofort nach Hause.

Die Ex-The L Word-Stars Kate Moennig und Leisha Hailey warten nicht länger auf neue Rollen, sondern wissen sich anderweitig zu helfen: In diesem Jahr veröffentlichten die beiden besten Freundinnen ihre gemeinsame Autobiografie (wir berichteten), die ein Bestseller wurde, und jetzt präsentierten sie: BIGYAY, Cocktails in Dosen, die sie gemeinsam mit einer von Frauen geführten Destillerie in Minneapolis auf den Markt brachten. Die drei, bereits preisgekrönten Sorten auf Gin-, Wodka- und Rum-Basis gibt’s online (ein 4er-Pack kostet 18,99 $) - und sollen nicht ihr einziges Produkt bleiben: In ihrem Podcast Pants verrieten Kate und Leisha, noch mehr Geschäftsideen in Planung zu haben.

Tig Notaro, Comedian, Schauspielerin und Drehbuchautorin, arbeitet mit dem Regisseur Zack Snyder (Rebel Moon) an einem „hot lesbian action film“, in dem alle Charaktere „heiße Lesben“ sind - gerade seien sie dabei, das Drehbuch mit dem Arbeitstitel Deviants zu schreiben, verriet die 54-Jährige im Podcast On Air With Kara Swisher (einer lesbischen Journalistin). Auf die Idee kam Notaro, nachdem ihre Rolle in Snyders Zombiekomödie Army of the Dead (Netflix, 2021) als Sexsymbol viral gegangen war (K-Word #405). „Das kam so unerwartet“, sagte sie. „Ich hörte es von Heteromännern, Schwulen, lesbischen und heterosexuellen Frauen.“Mit ihrer Frau Stephanie Allynne (Nat in The L Word: Generation Q) schrieb und drehte sie bereits die lesbische Serie One Mississippi (Amazon, L-MAG-Serienkritik) und den Coming-out-Film Am I OK?, ab Januar ist Notaro in der neuen Serie Star Trek: Starfleet Academy zu sehen.

Das britische Drama Dreamers erzählt von Isio (Ronkę Adékoluęjo), einer lesbischen Migrantin aus Nigeria, die sich im Abschiebeknast in ihre Zimmergenossin Farah (Ann Akinjirin) verliebt. Dreamers sei kein Problemfilm über Immigration, erklärte die queere, nigerianische Regisseurin Joy Gharoro-Akpojotor, sondern eine Geschichte über Hoffnung, Freundschaft und den „Glauben an die Liebe, auch wenn sie unerreichbar scheint.“ Der Film läuft in der Queerfilmnacht Dezember (Städte/ Termine) und ab 11. Dez. regulär im Kino. Lest hier unsere L-MAG-Filmkritik.

Im April machte Ex-Kinderstar Faye Montana (Hanni & Nanni) ihre Beziehung mit ihrer Freundin Maike öffentlich (K-Word #606), Ende Oktober haben sich die beiden getrennt. „Maike und ich sind kein Paar mehr. Wir waren fast zwei Jahre zusammen, haben auch zusammengelebt“, zitiert Bild die 22-Jährige. „Wir verstehen uns aber noch gut.“ Maike sei zwar ihre „große Liebe“ gewesen, sagte sie, aber sie habe „gemerkt, dass ich mich mehr auf mich fokussieren muss, auf meine Musik und den Film.“ Auch künftig tendiert die Tochter der Schauspielerin Anne-Sophie Briest (Endstation Babystrich) zu den Frauen: „Wenn ein Mann, dann muss es ein unfassbar emotional intelligenter Mann sein. Meine Sexualität spaltet sich in 95 Prozent Frauen und fünf Prozent Männer.“ Faye wird im nächsten Jahr im Remake des Lesbenklassikers Mädchen in Uniform (K-Word #626) zu sehen sein.

Die queere TV-Moderatorin Dunja Hayali ist immer wieder schlimmem Online-Hate ausgesetzt, gerade weil sie den Dialog mit der rechten Bubble nicht scheut; im September zog sie sich wegen brutaler Gewalt- und Todesdrohungen sogar zeitweise aus den sozialen Medien zurück (K-Word #626). Der Musiker Bosse hat nun für sie und andere Betroffene den Song „Lass dich nicht f!cken“ geschrieben und ruft damit zu Spenden für Hate Aid auf. Die Organisation setzt sich dafür ein, die digitale Welt zu einem positiven und demokratischen Ort für alle zu machen. Auf Instagram bedankte sich Hayali bei ihrem guten Freund und rief zur Empathie auf. „Bitte fragen Sie nach, ob es ihrem Gegenüber gut geht. Und das evt. nicht nur ein Mal“, schreibt sie. „Hier geht es nicht um politische Richtungen, Status, Bildungsniveau oder Kontostand - hier gehts um Anstand, Demokratie, Zusammenleben, Debatten und Kultur.“

Die britische Sängerin Jessie J („Price Tag“) hatte zu Beginn ihrer Karriere 2011 eine Freundin, bezeichnete ihre Bisexualität nach der Trennung drei Jahre später als „eine Phase“ und ruderte später ein bisschen zurück („Ich bin halt eine Labertasche.“). Eine Enschuldigung veröffentlichte sie aber erst jetzt in ihrem neuen Song „Complicated“: „2012, I broke up with my beautiful girlfriend/ With the press in my face, called it a phase, babe, I'm sorry“, singt sie darin. In einem Interview erklärte die 37-Jährige, die mit dem Basketball-Profi Chanan Colman ein Kind (2) hat, nun, dass sie das damals ungeschickt formuliert habe. „Ich hab‘ nicht gesagt, dass ich nicht bisexuell bin. Ich glaube, ich werde immer zu Frauen hingezogen sein“, sagte sie, wolle das aber nicht labeln, „so nach dem Motto ‚Jessie J, die bisexuelle Sängerin‘.“

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Weiterlesen: K-Word #636: Neues aus der Lesbenwelt

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