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K-Word #314: Neues aus der Lesbenwelt

16.8.2019 - Heute: Warum Tamy Glauser nun doch nicht in die Politik geht, Megan Rapinoe, Miley Cyrus, Kristen Stewart, Hayley Kiyoko, deutscher Ex-Kinderstar outet sich als divers, Cara Delevingne & Ashley Benson, Shura - und mehr!

Von Karin Schupp

16.8.2019 - „Irgendwann war es egal, was ich sagte“, erklärte Topmodel Tamy Glauser in dieser Woche ihren Rückzug von ihrer Kandidatur für den Schweizer Nationalrat. „Man kann meine Haltungen kritisieren, was ich mache – wer es nötig hat, sogar, wie ich aussehe“, sagte sie  im Tages-Anzeiger. „Aber mich als dumm hinstellen, das war mir zu viel.“ Die 34-Jährige, die von den Grünen aufgestellt worden war, hätte bei der Wahl am 20. Oktober als erste lesbische Abgeordnete ins Parlament einziehen können (K-Word #304), kapitulierte aber vor den Anfeindungen, die sie nach einer "unbedarften Aussage" erlebte: Im Mai hatte sie auf Instagram behauptet, dass „Blut von Veganern Krebszellen töten kann“, und damit einen Shistorm ausgelöst, den auch ihre Entschuldigung am nächsten Tag nicht mehr stoppen konnte.Auf Instagram schrieb sie schon Ende Juli, dass sie zwar „große Lust auf Politik“ habe, aber „dazu noch nicht bereit“ sei und vorerst außerparlamentarisch für ihre Ziele „Umwelt und die Rechte von LGBT+ weiter kämpfen“ werde.

Megan Rapinoe aufs FIFA20-Cover! Eine Petition fordert vom Hersteller EA, den lesbischen US-Fußballstar als erste Frau aufs Cover des Games zu setzen – als „klare Botschaft an unsere Gesellschaft und an die ganze Welt des Fußballs, dass wir nun endlich beginnen, dem Frauenspiel eine faire Chance zu geben und es nicht länger hinten anstellen“, wie der Initiator der Unterschriftenaktion, FIFA-Zocker Darren Holland, schreibt. Für die neue Version 20 (erscheint Ende September) ist der Zug allerdings mittlerweile abgefahren: Für die drei Editionen des Spiels wurden Eden Hazard, Virgil van Dijk und Zinedine Zidane ausgewählt. EA hatte 50 Fußballstars online zur Wahl gestellt, darunter befand sich aber keine einzige Frau. Erst seit FIFA16 gibt es auch Frauenteams zum Zocken (unser Game-Test).

Die Heterowelt sprach in den letzten Tagen über die Trennung von Miley Cyrus und Liam Hemsworth nach nur sieben Monaten Ehe, die Lesbenwelt interessierte sich mehr für die Paparazzi-Fotos, die sie knutschend mit Kaitlynn Carter am Comer See zeigten (die sich ebenfalls Anfang August von ihrem Mann Brody Jenner trennte). Die beiden wurden inzwischen auch zusammen in L.A. gesichtet, aber auch wenn Miley bekanntlich pansexuell ist (und mal eine Affäre mit Kristen Stewarts heutiger Freundin Stella Maxwell hatte, K-Word #103), ist es wohl wahrscheinlicher, dass sie und Kaitlynn „einfach nur Spaß“ miteinander hatten, wie eine Quelle aus ihrem Umfeld in People  sagte. Und reiner Zufall wird das Geknutsche ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt bei Medienprofi Miley wohl auch eher nicht gewesen sein...

Sind Kristen Stewart und Stella Maxwell überhaupt noch/ wieder ein Paar? (K-Word #311). Die queere Webseite Autostraddle verbreitete gestern das Gerücht weiter, dass KStew mittlerweile mit der Drehbuchautorin Dylan Meyer (von der es nur ein Foto von 2016 gibt) angebändelt habe.

Schauspieler_in Heinrich Horwitz hat sich als divers geoutet. „Ich bin nicht transgender. Ich bin divers. Das bedeutet, dass ich mich weder als Mann oder Frau bezeichne, ich verweigere einfach die Unterteilung. Ich bin Schwester, Bruder, Freundin oder Freund. Da gibt es keinen Unterschied”, sagt Horwitz in einem Bild-Artikel mit der Schlagzeile „Tochter Miriam heißt jetzt Heinrich” (ihr_sein Vater ist der Schauspieler Dominique Horwitz). Horwitz (34), der_die in den Neunzigern als “Beppa” in der RTL-Serie Bruder Esel bekannt wurde, legte vor fünf Jahren den alten Namen ab und ergänzte ihn im Ausweis durch 'Heinrich': „Ich reagiere gar nicht mehr, wenn jemand meinen alten Namen ruft.” Gecastet wird Horwitz allerdings weiterhin für Frauenrollen und ist demnächst in einer Folge der ARD-Reihe Bozen-Krimi zu sehen:

Die lesbische Musikerin Shura, die mit ihrem queeren Kuss-Clip „Touch” (2014) einen viralen Hit hatte (über 31 Mio. Klicks), veröffentlicht heute ihr zweites Album. Die meisten Songs auf „Forevher“ handeln von ihrer New Yorker Freundin Pauline, zu der die Britin inzwischen gezogen ist: „The Stage” erzählt von ihrem ersten Date, „Skyline“ von ihren ersten drei gemeinsamen Nächten und ihre aktuelle Single “Religion (U Can Lay Your Hands on Me)” „begann als Witz - dieser sexy ausgemalte 70er-Porno-Soundtrack. Und dann ging es darum, dass ich mit ihr schlafen wollte, was lustig war, weil wir nicht miteinander schlafen konnten, wo wir doch auf verschiedenen Seiten des Planeten lebten“, erzählte sie in GQ.

Lesbenalarm in der ARD-Primetime: In der Krankenhaus-Soap In aller Freundschaft (Di, 21 Uhr) beginnt am 27. August eine Liebesgeschichte zwischen Schwester Miriam (Christina Petersen) und der Sportlehrerin Rike Machold (Liza Tzschirner, Der Ranger), die mit ihrer erkrankten Oma in die Sachsenklinik kommt. Und keine Sorge: Die Geschichte läuft zwar sehr langsam an, wird dafür aber nicht schnell wieder abgehakt, sondern über einen längeren Zeitraum erzählt.

In der neuen Marie Claire (US-Ausgabe) sprach Topmodel/ Schauspielerin Cara Delevingne über ihre Beziehung mit der Schauspielerin Ashley Benson (K-Word #307), die am Set des Films Her Smell (noch ohne dt. Kinostart) begann. „Wir haben beide nicht danach gesucht“, sagte sie. „Es ist einfach ganz authentisch und natürlich passiert.“ Die beiden soll ja auch zusammenwohnen, aber in dem Video, in dem Cara und ihre ältere Schwester Poppy (ebenfalls Model und Schauspielerin) das Fachblatt Architectural Digest durch ihr Haus in Los Angeles führen (mit Tipi im Garten, Poledancing-Stange und einem gigantischen Bett – Cara: „Weil ich da mit allen meinen Hunden reinpasse und (…) sehr lange Beine habe.“), ist keine Rede von Ashley. Ebenfalls nicht im Bild: Das Sexmöbel, das sie neulich zusammen kauften (K-Word #304) – auf den Kommentar der Marie Claire-Reporterin, dass sie den Wortschatz der Amerikaner um das Wort „sex bench“ (Sexbank) bereichert hätten, antwortete Cara augenrollend: „Bestimmt nicht mit Absicht.“ Demnächst ist sie neben Orlando Bloom in der neuen Mysteryserie Carnival Row zu sehen (30. Aug. bei Amazon).

Ihre Fans nennen sie „Lesbian Jesus“, aber für Hayley Kiyoko (K-Word #310) hätte es auch anders kommen können. „Ich wollte mich gar nicht labeln“, erinnerte sie sich auf dem „Pride Summit“ der Zeitschriften Billboard und Hollywood Reporter an ihre Anfänge. „Aber als ich begann, Musik zu veröffentlichen, bekam ich so viel Unterstützung dafür, dass ich Mädchen mochte. So habe ich gelernt, mein Label als ‚Lesbe‘ anzunehmen. Und ich habe geholfen, das für so viele andere Menschen zu normalisieren.“ An der Diskussionsrunde letzte Woche in L.A. nahmen auch Tegan and Sara, IloveMakonnen und Big Freedia teil.

Auf der Webseite Cameo könnt ihr eine personalisierte Videobotschaft von Hayley Kiyoko bestellen und damit auch noch was Gutes tun: Die 89 $, die ihr dafür bezahlen müsst, will die Musikerin komplett an das Trevor Project für selbstmordgefährdete LGBTQ-Teenager spenden. Auch andere Promis – überwiegend aus den Kategorien B, C und D – sind hier im Angebot, scheinen dabei aber ans eigene Bankkonto zu denken. Für 40 $ schickt euch etwa Lindsay Lohans Ex Samantha Ronson (die mit Kate Moennig befreundet ist, K-Word #138) einen Gruß, während Caitlyn Jenner (K-Word #99), die wohl berühmteste Transfrau der Welt, stolze 2500 $ verlangt.

Die schottische Singer-Songwriterin Jill Jackson – bekannt von L-Beach 2011 und 2012 – und ihre Frau Clara-Ann Coll wurden Eltern. Jackson brachte Anfang August ihren Sohn Buddy zur Welt. Mit ihrem Song „My Baby“ (2018) meinte sie aber wahrscheinlich nicht den kleinen Schreihals…

Sieben LGBTQ-YouTube-Channels, darunter Queer Kid Stuff von Lindsay Amer und der bekannte lesbische Kanal Bria & Chrissy, haben das Videoportal wegen Diskriminierung verklagt. Sie werfen YouTube vor, ihre Videos mit unzulässigen Altersbeschränkungen zu belegen (sodass sie damit eine geringere Reichweite erzielen), sie zu „demonetisieren“ (d.h. ihnen keine Werbespots voranstellen) und weniger stark als Hetero-Vlogger an Werbeeinnahmen zu beteiligen – während umgekehrt nichts gegen homophobe Hetze auf ihren oder anderen Seiten unternommen werde. Hier berichten wir ausführlicher über ihre Klage.

K-Word macht eine kurze Pause und ist am 30. August wieder da!

Weiterlesen:  K-Word #313: Neues aus der Lesbenwelt

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