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K-Word

K-Word #258: Neues aus der Lesbenwelt

13.7.2018 - Heute: RTL-Soap-Star outet sich, Ruby Rose hat eine neue Freundin, neuer "Orange is the New Black"-Trailer, Alison van Uytvanck in Wimbledon, Starttermin für "Disobedience", Keira Knightley in bisexueller Rolle, lesbische Emmy-Nominierungen und TV-Tipps!

Von Karin Schupp

13.7.2018 - Maike Johanna Reuter, die in der RTL-Soap Alles was zählt die Krankenschwester Pauline spielt, outete sich in ihrem neuen Podcast Busenfreundin als - nun ja, ich würde sagen: bisexuell, aber sie mag dieses Wort nicht und sagt lieber: „Ich mag Männer und Frauen.“ Und: „Ich kann mir gar nicht vorstellen, nur auf ein Geschlecht zu stehen, nur ein Geschlecht spannend zu finden.“ In der unterhaltsamen ersten Folge des Podcasts, den sie mit der lesbischen Autorin Ricarda gründete (Motto „Es ist nicht alles gay, was glänzt“), sprechen sie über ihre erste Liebe (die gute Freundin mit 12 bzw. – noch früher! - die Erzieherin im Kindergarten), ihr Coming Out, Lesbenklischees und welches Wort ihnen statt "Lesbe" besser gefallen würde. Busenfreundin steht bei iTunes, SoundCloud und Spotify, weitere Infos bei Facebook und Instagram.

Am 27. Juli kommt die sechste Staffel von Orange is the New Black, und Netflix  veröffentlichte in dieser Woche den ersten Trailer mit Bildern aus den neuen Folgen. Darin bestätigt sich, was wir bereits ahnten: Nach der Knastrevolte landeten die Litchfield-Insassinnen in einem Hochsicherheitsgefängnis. Zu sehen ist Friedas „Bunker“-Crew, darunter Nicky (Natasha Lyonne), Piper (Taylor Schilling), Suzanne (Uzo Aduba), Taystee (Danielle Brooks) und Red (Kate Mulgrew), und auch Big Boo (Lea DeLaria) und Pennsatucky (Taryn Manning) tauchen - allzu - kurz auf. Aber: „Wo ist Alex?“ fragt Piper in unser allen Namen. Möglicherweise war Alex-Darstellerin Laura Prepon zu Beginn der Dreharbeiten noch verhindert: Sie brachte im August 2017 ihr erstes Kind, Ella, zur Welt. Auch Yael Stone (Morello) wurde - bereits im Mai 2017 - Mutter einer Tochter, ist in der Serie aber offenbar noch schwanger.

Orange is the New Black war mit einem eigenen Truck beim Cologne Pride vertreten (Video) und flog eigens dafür drei Stars der Serie, Danielle Brooks, Natasha Lyonne und Jackie Cruz (Flaca), ein, die schon direkt nach ihrer Landung zu feiern begannen:

Seit ihrem öffentlichen Coming Out im März (K-Word #242) läuft’s gut für Tennisprofi Alison van Uytvanck. In Wimbledon besiegte sie als ungesetzte Spielerin die Titelverteidigerin Garbiñe Muguruza in der zweiten Runde und schied erst im Achtelfinale aus. Damit machte die Belgierin nun auch die Weltpresse auf sich aufmerksam (darunter auch die Süddeutsche), die begeistert darüber berichtete, dass sie nach ihrem Sieg in Runde 3 ihre Freundin Greet Minnen  küsste. „Wir fanden einfach, dass das etwas war, was wir nicht für uns behalten wollten“, sagte die Belgierin in einer Pressekonferenz. Van Uytvanck, die vor dem Turnier auf Weltranglistenplatz 47 stand, wird jetzt um mindestens zehn Plätze nach vorne rutschen und erstmals in ihrer Karriere in den Top 40 stehen.

Endlich gibt's einen ersten Trailer (wenn auch nur auf Englisch) von Colette über die gleichnamige französische Schriftstellerin (Keira Knightley), die neben und zwischen ihren zwei Hetero-Ehen auch Affären und Beziehungen mit Frauen hatte. Und wie es vom schwulen Regisseur Wash Westmoreland und der lesbischen Produzentin Christine Vachon (Carol) nicht anders zu erwarten, fällt das nicht unter den Tisch. Schon der Trailer zeigt, wie sich Colette für die junge Adlige Georgie (Eleanor Tomlinson) interessiert, und auch ihre Beziehung mit der lesbischen und stets Männerkleidung tragenden Marquise Mathilde de Morny (Denise Gough), mit der sie über fünf Jahre zusammen war, scheint genügend Raum zu bekommen. Das Biopic startet am 3. Jan. 2019 in deutschen Kinos.

Einen Starttermin gibt's jetzt auch für den sehnsüchtige erwarteten Liebesfilm Ungehorsam – Disobedience mit Rachel Weisz und Rachel McAdams als heimliches Paar in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinde in London (K-Word #248). Ins Kino kommt der Film zwar nicht, aber am 6. September erscheint er auf DVD.

Ruby Rose hat eine neue Freundin! Das bestätigte die Australierin in einem (inzwischen gelöschten Post) auf Instagram und fügte hinzu, dass es uns nichts anginge, um wen es sich dabei handelt („But my girl ... is none of yo business“). Das befeuerte natürlich sofort das Gerücht, dass Popstar Demi Lovato, mit der sie vor ein paar Tagen auf Twitter flirtete, ihre Auserwählte sei. Die beiden kennen sich schon lange und hatten 2013 offenbar schon mal eine Affäre (Ruby twitterte damals: „Ich bin die einzige Person, mit der Demi geschlafen hat, die keine Nacktfotos von ihr verkauft hat…“). Lovato outete sich im vergangenen Herbst als bi und single (K-Word #222). Ruby, deren Trennung von der Musikerin Jess Origliasso an Ostern bekannt wurde (K-Word #246), wurde – untypischerweise - schon seit Monaten nicht mehr mit einer Frau an ihrer Seite gesehen. Am 9. August startet ihr neuer Kinofilm, der Hai-Thriller Meg.

Als gestern die Emmy-Nominierungen bekannt wurden, konnten sich auch etliche lesbische und bisexuelle Schauspielerinnen freuen. Nominiert wurden Lily Tomlin für Grace and Frankie, Evan Rachel Wood für Westworld, Wanda Sykes für black-ish, Jane Lynch für The Marvelous Mrs. Maisel und für ihre Gameshow Hollywood Game Night, Ellen DeGeneres für Ellen’s Game Of Games, Kate McKinnon für Saturday Night Live, Carrie Brownstein für die Regie in einer Portlandia-Folge, Sarah Paulson für (ihre lesbische Rolle in) American Horror Story: Cult (unsere TV-Kritik), und Cherry Jones und Samira Wiley für The Handmaid’s Tale. Die düstere feministische Serie bekam insgesamt 20 Nominierungen, darunter auch für Alexis Bledel, die - wie Wiley - eine lesbische Figur spielt (Staffel 2 ab 2. Aug. bei Telekom Entertain). Für ihre lesbischen bzw. queeren Rollen könnten auch Tatiana Maslany für Orphan Black, Merritt Wever für Godless, Alex Borstein für The Marvelous Mrs. Maisel und Sandra Oh für Killing Eve (sie spielt in der neuen BBC-Serie – noch nicht in Deutschland zu sehen - eine Spionin, die eine romantische Obsession für eine psychopathische, bisexuelle Killerin entwickelt) mit dem begehrten TV-Preis ausgezeichnet werden. Die Emmy-Verleihung findet am 17. September statt.

Am 18. Juli startet beim ZDF die monatliche Talkshow Dunja Hayali (Mi, 22:45 Uhr), in der die Moderatorin mit “Menschen, die uns berühren, über Geschichten mit sozialpolitischem Zündstoff” (Pressetext) spricht. Hayali, die im Juni das Bundesverdienstkreuz bekam (K-Word #252), ist vor allem aus dem ZDF-Morgenmagazin bekannt und war in den letzten Jahren die  Sommerpausen-Vertretung von Maybritt Illner.

TV-Tipps: Ebenfalls ab18. Juli setzt ProSieben die 14. Staffel von Grey’s Anatomy fort (Mi, 20:15 Uhr) - leider die letzten Folgen mit der lesbischen Ärztin Arizona Robbins (K-Word #248). Direkt danach startet neu die Serie Younger mit Sutton Foster als 40-jährige Liza, die sich als Mittzwanzigerin ausgibt, um einen Job zu bekommen, und Debi Mazar als ihre beste lesbische Freundin Maggie, die direkt ein Techtelmechtel mit einer von Lizas neuen jungen Kolleginnen beginnt (ab 18. Juli, 22:15 Uhr).

A propos Maggie: Bereits letzte Woche startete bei Sixx die dritte Staffel von Supergirl, in der wir leider Abschied von Alex‘ (Chyler Leigh) großer Liebe Maggie nehmen müssen – ein Ausstieg mit Ansage: Darstellerin Floriana Lima hatte schon im Mai angekündigt, dass sie die Serie verlassen wird (K-Word #202). In den ersten fünf Folgen ist sie aber noch dabei.

Im Juli in der Queerfilmnacht (Städte/ Termine): Zwischen Sommer und Herbst erzählt die Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Frauen, die sich über zwei Jahre und mehrere Etappen erstreckt, in denen sich die beiden anziehen und wegstoßen, bis sie endlich beide zur selben Zeit wissen, was sie wirklich wollen. Lest hier unsere Filmkritik.

In der Heilbronner Stimme erschien ein lesenswerter Artikel über den Mangel an LGBT-Charakteren im deutschen Fernsehen. Der darin erwähnte Movie Katie Fforde: Ziemlich beste Freundinnen steht übrigens noch in der ZDF-Mediathek. In dieser haarsträubenden Schmonzette heiraten zwei Freundinnen spontan: Die eine (Nadja Bobyleva) wurde gerade von ihrem Verlobten betrogen, die andere (Henriette Richter-Röhl) ist erkrankt und will ihre Tochter abgesichert sehen. Immerhin: Eine der beiden entpuppt sich am Ende tatsächlich als lesbisch…

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