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K-Word

K-Word #218: Neues aus der Lesbenwelt

22.9.2017 - In dieser Woche: Trennungsgerüchte um Ruby Rose und Jess Origliasso, Demi Lovato über ihre sexuelle Identität, Kate McKinnon, Lena Waithe und weitere lesbische Emmy-Gewinnerinnen, die vierte Staffel von "Transparent" ist da und mehr!

Von Karin Schupp

22.9.2017 - Haben sich Model/ Schauspielerin Ruby Rose (Orange ist the New Black) und Jess Origliasso vom Popduo The Veronicas getrennt? Das schien zunächst ziemlich offensichtlich, nachdem Ruby auf Instagram alle Fotos mit ihrer Freundin (bis auf eines vom November 2016) gelöscht hatte. Und dann das: Die beiden besuchten am Sonntag in Beverly Hills zusammen den Emmy-Empfang ihres Heimatlands Australien. Also doch alles paletti? Mysteriös… Rose und Origliasso kamen vor einem Jahr wieder zusammen (K-Word #173), nachdem sie 2008 schon einmal ein Paar gewesen waren.

„So lesbisch werden die Emmys“ texteten wir in unserer Vorberichterstattung am Sonntag und behielt damit Recht: Einer der großen Gewinner des Abends war mit 8 Emmys die Serie The Handmaid’s Tale (ab 4. Okt. auf der neuen Streamingplattform von Telekom Entertain). Nur Samira Wiley (Orange is the New Black), die für ihre lesbische Rolle nominiert war, ging - anders als Alexis Bledel, die ebenfalls eine Lesbe spielt (K-Word #217) - leider leer aus, wurde von der Regie aber dennoch gerne zusammen mit ihrer Frau, der OITNB-Drehbuchautorin Lauren Morelli (K-Word #193), immer wieder eingeblendet.

Comedian Kate McKinnon (Ghostbusters) bekam für Saturday Night Live  ihren zweiten Emmy in Folge und brachte - im GIF kurz zu sehen - ihre neue Freundin, die Schauspielerin Jackie Abbott, mit (in ihrer Dankesrede erwähnte sie sie aber nicht). Auch wenn es in der Öffentlichkeit noch nicht überall angekommen ist: McKinnon ist „100% lesbisch, ich habe noch nie einen menschlichen Penis gesehen", sagte sie schon 2007 ihrer lesbischen Comedy-Partnerin Julie Goldman. "Ich finde es so offensichtlich, dass ich es bin, aber anscheinend ist das nicht so.“ Gerade drehte McKinnon mit Mila Kunis und Gillian Anderson in Berlin und anderen europäischen Städten die Actionkomödie The Spy Who Dumped Me.

Die ersten Standing Ovations des Abends bekam Drehbuchautorin und Schauspielerin Lena Waithe : Sie gewann (mit Aziz Ansari) - als erste schwarze Emmy-Gewinnerin in ihrer Kategorie - einen Emmy für ihre halbautobiografische Coming Out-Folge „Thanksgiving“ in Master of None (Staffel 2, bei Netflix). In ihrer Rede bedankte sie sich bei ihrer Freundin Alana Mayo („Ich liebe dich mehr als das Leben!“) und „meiner LGBTQIA-Familie“: „Die Dinge, die uns unterscheiden, sind unsere Superkräfte. Zieht jeden Tag, wenn ihr aus der Tür geht, euer unsichtbares Cape an und erobert die Welt. Weil die Welt ohne uns nicht so schön wäre, wie sie ist.“

Und schließlich wurde San Junipero, eine zauberhaft-lebensbejahende Lovestory zwischen zwei Frauen, verdient als bester TV-Film und für sein Drehbuch ausgezeichnet (die Folge aus der vierten Staffel der TV-Reihe Black Mirror steht bei Netflix), und bereits in der Vorwoche gewann die lesbische Schauspielerin Jane Lynch (The L Word) ihren vierten Emmy.

Serbiens lesbische Premierministerin Ana Brnabić gilt als liberales Feigenblatt, mit dem ihr Land bei den EU-Beitrittsverhandlungen punkten will (wir berichteten), aber immerhin lässt sie sich von den zahlreichen homophoben Anfeindungen – unter anderem durch die orthodoxe Kirche - nicht in die Defensive drängen und nahm am letzten Sonntag am Belgrad Pride teil, gab Interviews und posierte für Selfies.

Sie weiß die Spannung gekonnt zu steigern: In der letzten Woche kam das Gerücht auf, dass Demi Lovato und die Musikproduzentin/ DJane Lauren Abedini ein Paar seien (K-Word #217), und schon kündigte die Sängerin/ Schauspielerin ihre Dokumentation Demi Lovato: Simply Complicated an, in der auch ihre sexuelle Orientierung zur Sprache kommen soll (ab 12. Okt. auf Youtube), denn: „Wenn ich je darüber rede, dann nur zu meinen eigenen Bedingungen“, sagte sie dem LGBT-Magazin PrideSource. Und einem Journalisten, der daraufhin kritisierte, dass sie nicht so herumeiern, sondern zu ihrer sexuellen Identität - ob nun hetero oder queer – einfach mal stehen solle, antwortete sie in mehreren Tweets: „Nur weil ich mich nicht für eine Schlagzeile labeln will, heißt das nicht, dass ich nicht dafür einstehe, wer ich bin. Wenn ihr mehr über meine Sexualität wissen wollt, schaut meine Dokumentation an. Aber ich schulde euch nichts.“

Ab heute steht die 4. Staffel von Transparent bei Amazon Prime (zunächst nur in der Originalversion). In den neuen Folgen der trans-lesbisch-queeren Serie von Jill Soloway setzt sich Ali (Gaby Hoffmann), zuletzt mit der Collegeprofessorin Leslie (Cherry Jones) liiert, mit ihrer Geschlechtsidentität auseinander, Sarah (Amy Landecker) und ihr Ex-Mann Len beginnen eine Dreiecksbeziehung mit Lila, gespielt von Alia Shawkat, die sich kürzlich als bi outete (K-Word #200), und die Pfeffermans reisen nach Israel – „eine Art Jesus Christ Superstar-Rockoper”, wie Soloway, die 2015 ihr queeres Coming Out hatte (K-Word #126) gegenüber L-MAG sagte. Das ganze Interview mit ihr steht am Montag auf L-MAG Online.

Tennisprofi Johanna Larsson, aktuell auf Weltranglistenplatz 45, hatte ihr öffentliches Coming Out – äh, Moment, schon Anfang des Jahres (K-Word #185). Im Mainstream ist es aber erst letzte Woche angekommen: Da machte die schwedische Nr. 1 Schlagzeilen, als sie in einem TV-Porträt ihre Freundin Amanda Strang küsste. Im Interview mit dem Sender SVT TV sprach die 29-Jährige darüber, dass sie sich ihre Beziehung auch privat zwei Jahre lang gehalten habe, "bevor die Situation unhaltbar wurde. Es war furchtbar zu lügen. Ich weiß noch, wie meine Mutter mich fragte, ob ich eine Frau kennen gelernt habe, und ich habe es geleugnet.“

Eine traurige Nachricht: Rosie O’Donnells Ex-Frau Michelle Rounds, nahm sich am 11. September das Leben. Die 46-Jährige war zwei Jahre mit der Schauspielerin (The Fosters) verheiratet, nach ihrer Trennung Ende 2014 einigten sie sich erst nach einer erbitterten Schlammschlacht und nachdem Rounds mit einer Überdosis ins Krankenhaus gekommen war, auf das gemeinsame Sorgerecht für ihre Tochter Dakota, heute 4 (K-Word #119). „Es macht mich traurig, von dieser schrecklichen Tragödie zu hören“, schrieb O’Donnell in einem Statement. „Psychische Krankheiten sind ein sehr ernstes Problem, das viele Familien betrifft.“ Rounds hinterlässt ihre zweite Frau, Krista Monteleone, eine weitere Tochter und einen Stiefsohn.

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