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K-Word #226: Neues aus der Lesbenwelt

17.11.2017 - Heute: Ellen Page, Amber Heard, die Amazonen in "Justice League", Ex-Hole-Drummerin Patty Schemel, Filmtipp "Battle of the Sexes", lesbische und homophobe Tennis-Ikonen und zwei Sportlerinnen-Ehepaare im Fußball und Eishockey.

Von Karin Schupp

17.11.2017 - “Alle sagten mir: ‘Das kannst du deiner Karriere nicht antun!’", erinnert sich Amber Heard im Interview mit Allure an 2010, als sie öffentlich zur ihrer Beziehung mit der Fotografin Tasya van Ree (mit der sie vier Jahre zusammen war) stand. “Und ich sagte: ‘Na, dann schaut mal gut hin!'” Als bisexuell definiert sich die Ex-Frau von Johnny Depp, die sich im Sommer von Milliardär Elon Musk trennte, nicht: “Ich definiere mich als nichts. Ich mag, wen ich mag”, sagt sie im Interview mit Allure und bezeichnet “das LGBTQ-Ding als limitierend. (…) Es ist so wichtig, sich Schubladen zu widersetzen. Es ist mir egal, wie viel Buchstaben man hinzufügt. An einem bestimmten Punkt schreibt es sich: WIR SIND MENSCHEN.“ Aktuell ist Heard im SuperheldenfilmJustice League zu sehen.

Ebenfalls in Justice League:Wonder Woman (Gal Gadot) und weitere Amazonen, die in der Version von Zack Snyder allerdings weitaus leichter und kampfuntüchtiger bekleidet sind als in Patty Jenkins' Blockbuster Wonder Woman, wie unter anderem die feministische Film-Bloggerin Melissa Silverstein feststellte. Andere ergänzten, dass die Kostüme bei Jenkins von einer Frau, bei Snyder von einem Mann entworfen worden waren.

Die Produktionsfirma von Brett Ratner gehört - auch mit Unterstützung von Gal Gadot - nicht (mehr) zu den Financiers von Wonder Woman 2. Ratner, der mit Teil 1 viel Geld verdient hat, wurde in den letzten Wochen von mehreren Frauen vorgeworfen, sie vergewaltigt oder sexuell belästigt zu haben. Die Los Angeles Times wies allerdings darauf hin, dass sein Vertrag mit dem Warner Bros. Studio ohnehin demnächst ausgelaufen wäre.

Ellen Page  schilderte auf Facebook, wie Brett Ratner sie 2005 am Filmset von X-Men: Der letzte Widerstand – hier führte er Regie – rüde geoutet habe. „Du solltest sie ficken, damit ihr klar wird, dass sie lesbisch ist“, habe er zu einer Frau neben ihr gesagt und dabei auf sie gezeigt. Damals war sie erst 18 und habe noch nicht mal ihr persönliches Coming Out gehabt, schrieb sie in einem längeren Post. „Ich schaute auf meine Füße, sagte kein Wort und beobachtete, wie auch sonst keiner was sagte.“ Ihre bisexuelle Cast-Kollegin Anna Paquin (K-Word #222) bestätigte den Vorfall auf Twitter („Ich war dort, als der Kommentar gefallen ist. Ich stehe dir bei.“) und fügte hínzu: „Wenn euch nicht der überdeutliche Grund einfällt, weshalb ich nichts gesagt habe, dann habt ihr vielleicht vergessen, dass ich schon in dieser Opferpflege-Industrie bin, bevor ich in die Pubertät kam."

Ellen Page könnt ihr ab 30. November im Remake von Flatliners sehen – oder schon jetzt schon in dem Tanz-Kurzfilm You Don’t Live Here Anymore, den sie mit der Tänzerin Emma Portner, mit der sie seit diesem Jahr zusammen ist (K-Word #208), drehte.

Patty Schemel, früher Drummerin in Courtney Loves Band Hole, hat ihre Memoiren veröffentlicht. In Hit So Hard erzählt sie von ihrer Alkohol- und Heroinsucht, die sie nach ihrem Ausstieg bei Hole 1998 sogar ein Jahr lang obdachlos werden ließ, und ihren Frauengeschichten: “Ich benutzte Frauen wie eine Droge. Ich benutzte Drogen wie eine Droge.” Nach 15 Entzügen ist sie seit zwölf Jahren clean, trommelt wieder in einigen Indie-Bands und lebt heute mit ihrer Frau Christina Soletti und ihrer 6-jährigen Tochter in Los Angeles. Hit So Hard ist bisher nur auf Englisch erschienen.

Ab 23. Nov. im Kino: Battle of the Sexes – Gegen jede Regel erzählt von dem legendären Tennismatch 1973, zu dem Tennis-Star Billie Jean King 1973 von Ex-Profi und Obermacho Bobby Riggs herausgefordert wurde, vor allem aber vom Kampf für Gleichberechtigung und gegen die ungleiche Bezahlung im Tennis, von Kings (gespielt von Oscar-Gewinnerin Emma Stone) lesbischem Coming Out und ihrer Beziehung mit der Frisörin Marilyn Barnett (Andrea Riseborough). Lest nächste Woche auf L-MAG Online unsere Filmkritik.

Außerdem in Battle of the Sexes zu sehen: Kings langjährige Doppelpartnerin und frühere Top 10-Spielerin Rosie Casals, die ebenfalls lesbisch ist (gespielt von Natalie Morales, die sich im Juni als queer outete), und Kings größte Rivalin, die homophobe Australierin Margaret Court (Jessica McNamee), die nach der erfolgreichen Volksbefragung zur Ehe-Öffnung in ihrer Heimat (wir berichteten) drohte, aus ihrer Partei auszutreten, wenn die Abgeordneten der Gesetzesänderung zustimmten. Im Vorfeld des Votings hatte sie bereits den Untergang des Abendlandes heraufbeschworen: “Sie wollen die Ehe, weil sie sie zerstören wollen. (…) Es wird keinen Muttertag und keinen Vatertag mehr geben, es wird kein Ostern und kein Weihnachten mehr geben.” Eine adäquate Antwort kam am Mittwoch von Tennis-Ikone Martina Navratilova: “Im Gegenteil, Margaret – wir Homos lieben Partys, vor allem die Jungs, und vielleicht haben wir auch einfach zwei Muttertage und zwei Vatertage.”

Ein Vorbild an lesbischer Sichtbarkeit aus Südafrika: Die Schauspielerinnen Thishiwe Ziqubu und Mandisa Nduna wurden letztes Wochenende beim LGBT-Event Feather Awards in Johannesburg als „Niedlichstes Paar des Jahres“ ausgezeichnet - und das aus gutem Grund: Die beiden zeigen sich seit Anfang des Jahres offen als Paar. „Ungefähr 95 Prozent der Menschen lieben unsere Liebe“, sagte Nduna der Sunday World, und ihre Hater, so fügte Ziqubu hinzu, seien "Menschen, die die Liebe nicht kennen." Bereits im Sommer machte das Paar, das mit Ziqubus Tochter (8) zusammenlebt, mit sexy Pärchenfotos und Clips auf Instagram Furore. „Man schaut uns mit hochgezogenen Augenbrauen an, weil wir uns nicht schämen, unsere Liebe zu zeigen“, sagte Ziqubu im Juli gegenüber TshisaLIVE. „Aber zu verstecken, wer wir sind, ist ein gefährliches Spiel, das weder Mandisa noch ich spielen wollen.“

All Star-Baby im Eishockey: Zwei Ex-Kapitäninnen ihrer jeweiligen Nationalteams, Caroline Ouellette (Kanada) und Julie Chu (USA) gaben die Geburt ihrer Tochter Liv bekannt. Das Paar stand zuletzt zusammen bei den Montreal Canadiennes auf dem Eis, Ouellette wird in den nächsten Monaten pausieren, während Chu ein Uni-Team trainieren wird. Caroline Ouellette wurde mit Kanada sechs Mal Weltmeisterin und vier Mal Olympiasiegerin, zuletzt 2014 in Sotschi. Julie Chu, nicht minder erfolgreich, holte mit dem US-Team fünf WM-Titel und vier Olympiamedaillen.

Ein zweites US-kanadisches Sportlerinnen-Ehepaar zieht es womöglich in die Fußball-Bundesliga. Ella Masar McLeod und Erin McLeod, Ex-Torfrau des kanadischen Fußballnationalteams, spielten seit Anfang 2016 gemeinsam beim FC Rosengard in Malmö. Nachdem der schwedische Club jetzt aber Erin keine Vertragsverlängerung anbot, lehnte auch Ella einen neuen Vertrag ab. Gerüchten zufolge sind sie mit dem VfL Wolfsburg im Gespräch, wo sie allerdings in der laufenden Saison nicht in der Champions League spielen dürften und Torfrau Almuth Schult als gesetzt gilt. Ob es das Paar nur im Doppelpack gibt oder die beiden womöglich in zwei deutschen Teams unterkommen, werden wir in Kürze erfahren.

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