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K-Word #274: Neues aus der Lesbenwelt

1.11.2018 - Heute: ARD-Film über lesbisches Sorgerecht, Janelle Monáe, Cara Delevingne, Rita Ora, Hayley Kiyoko, "Chicago Fire" und weitere TV- und Filmtipps, neues Schauspielerinnen-Paar? Und mehr!

Von Karin Schupp

1.11.2018 - Endlich mal wieder ein Lesbenfilm im deutschen Fernsehen – kommt ja selten genug vor! In Unser Kind geht's um ein aktuelles Thema: Ellen (Susanne Wolff) und Katharina (Britta Hammelstein) werden dank einer Samenspender ihres Freundes Wolfgang (Andreas Döhler) Eltern. Doch kurz nachdem Katharina das Kind geboren hat, kommt sie bei einem Unfall ums Leben. Und plötzlich melden sowohl Wolfgang als auch Katharinas Eltern Ansprüche auf den Jungen an – eine schwierige Situation für Ellen, die zwar das Sorgerecht hat, ihren Sohn aber noch nicht adoptieren konnte. Der Film von Nana Neul (Regie) und Kristl Philippi (Buch) läuft am kommenden Mittwoch im Ersten (7. Nov., 20:15 Uhr).

Janelle Monáe freut sich, dass sie mit ihrem pansexuellen Coming Out im April (K-Word #249) ihr Publikum ermutigen konnte. „Ich hatte niemanden, der offen war, vor allem keine schwarzen Frauen“, sagte sie in der Buzzfeed-Webshow Profile. „Und deshalb fand ich es wichtig, es laut auszusprechen.“ Einfach war das für die Musikerin und Schauspielerin (Hidden Figures), die aus einem baptistischen Arbeiterhaushalt kommt, nicht. „Meine Überzeugungen zu Sexualität, Religion und Akzeptanz sind heute ziemlich fest, und sie können dem Glauben einiger meiner Familienmitglieder widersprechen“, sagte sie. Das mag auch ein Grund sein, weshalb sie die jahrelangen Gerüchte um ihre sexuelle Identität erst jetzt bestätigte und dafür plädiert, Menschen nicht zum Coming Out zu drängen. „Sexualität ist eine Reise und kein Ziel, und ob du out sein möchtest oder nicht, ist deine Sache. Ich finde nicht, dass Menschen sich unter Druck gesetzt fühlen sollten, über etwas so Persönliches zu sprechen.“

Hayley Kiyoko, lesbische Popsängerin und „MTV Push Artist of the Year“ (K-Word #264), kommt nach Deutschland – und zwar mit Schwung: Der Andrang auf den „lesbischen Jesus“, wie sie von ihren Fans genannt wird, ist so groß, dass beide Konzerte in größere Hallen verlegt wurden: Am 4. November spielt sie im Hamburger „Docks“, am 5. November im Berliner „Huxley‘s“.

Sind sie ein Paar? Die Schauspielerinnen Aisha Tyler (Dr. Tara Lewis in Criminal Minds) und Emily Bett Rickards (Felicity in Arrow) dokumentieren ihre enge Freundschaft schon lange in den Sozialen Medien, aber mit diesem Küsschenfoto und Tyler Kommentar „True Love“ kochte der Verdacht hoch, dass sie tatsächlich mehr als nur beste Freundinnen sind. Weitere Anhaltspunkte gibt’s aber keine, und dass Tyler (48) nach ihrer Hetero-Scheidung 2016 in einer Talkshow erklärte, dass „alle ein kleines bisschen homo sind“ und auch sie hin und wieder "ein sehr attraktives Mädchen" sehe und "denke, dass es schön wäre, sie zu küssen“, haben wahrscheinlich 90 Prozent der Heteras schon einmal gesagt. Über Rickards (27) ist wenig bekannt, es gab nur vor Jahren – unbestätigte - Gerüchte über Liaisons mit ihrem Arrow-Kollegen Colton Haynes (der sich 2015 als schwul outete) und mit dem Model und Reality-TV-Star Lucy Pinder.

Ab heute (1. Nov.) im Kino: In Nur ein Tag in Berlin von Malte Wirtz treffen sich zwei Freundinen nach längerer Zeit in der Hauptstadt wieder. Mia (Bea Brocks), die hohe Schulden hat, will hier ihren Ex-Lover erpressen, und die frisch verlobte Linda (Sophie Reichert) gesteht sich ein, dass sie mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Mia hat. Hauptsächlich aber wird in dem Film, der komplett improvisiert ist und zwanzig Stunden lang in einem Stück gedreht wurde, geredet, getrunken und gekokst. Ob er das Lebensgefühl der Generation Y trifft, müssen Jüngere beurteilen, den Bechdel-Test besteht er jedenfalls nicht: Ein Großteil der Gespräche dreht sich um Männer.

Drei The L Word-Stars haben’s bereits getan (K-Word #273) – jetzt rufen weitere US-Schauspielerinnen dazu auf, am 6. November wählen zu gehen: LGBT-Stars wie Jodie Foster (die auch Regie führte), Lily Tomlin, Laverne Cox (Orange is the New Black) und Ser Anzoategui (Vida), Ehrenlesben wie Julianne Moore, Cher, Marlee Matlin (The L Word) und Piper Perabo (Eine Hochzeit zu dritt) und mehr nennen gute Gründe dafür, etwa LGBT-Rechte, Schusswaffenkontrolle, Krankenversicherung und Klimawandel. Bei den Midterm-Elections könnten die Demokraten die Mehrheit im US-Kongress zurückerobern, als entscheidend gelten dabei die Stimmen der Frauen und Schwarzen.

Lesbische, bisexuelle und queere TV- und Filmcharaktere stehen am Wochenende im Mittelpunkt von ClexaCon London (wir berichteten, und ich bin vor Ort – sagt hallo, wenn ihr mich seht!). “Clexa” erinnert an das Paar Lexa und Clarke in The 100, das durch Lexas Tod auseinander gerissen wurde, was einen Aufschrei und den Ruf nach mehr LGBT-Sichtbarkeit auslöste – eine Forderung, die sich auch ClexaCon auf die Fahnen schreibt.

Auch Chicago Fire gehört zu den Serien, die unmotiviert eine lesbische Figur sterben ließen (K-Word #113). Jetzt, in Staffel 7, holte die Feuerwehrserie noch mal tief Lust und lässt die neue Rettungssanitäterin Emily Foster (Annie Ilonzeh) bisexuell sein (damit, so vielleicht der Gedanke, bleibt wenigstens die Tür zu Liebschaften mit dem überwiegend männlichen Serien-Personal offen!). Wermutstropfen: Foster kommt als Ersatz für Gabby Dawson (Monica Raymund), die gekündigt hat. Und wiederum erfreulich: Die bisexuelle Schauspielerin (K-Word #114), die auf eigenen Wunsch ausgestiegen ist, spielt in ihrer neuen Serie P-Town (Start: 2019) die lesbische Hauptrolle. Auf Vox läuft derzeit die 6. Staffel von Chicago Fire, die neuen Folgen stehen aber bereits bei Amazon und iTunes (in OmU).

Heute (1. Nov.) starten bei Sky Atlantic die neuen Staffeln von Ray Donovan und Wentworth. In  Ray Donovan spielt Kate Moennig (The L Word) die wohl unauffälligste und vernachlässigste Lesbenrolle im US-Fernsehen – und da ihr Chef in Staffel 6 von L.A. nach New York zieht, wird sich das wohl auch  nicht ändern. Nur etwas für beinharte Moennig-Fans!

Und in Staffel 6 der australischen Frauengefängnisserie Wentworth ist Knast-Shane Franky (Nicole da Silva) auf der Flucht, und Allie (Kate Jenkinson) wird durch eine neue Insassin mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und interessiert sich zum ersten Mal nach dem Tod ihrer großen Liebe Bea (in Staffel 4) für eine andere Frau.

Das lesbische Topmodel/ Schauspielerin Cara Delevingne (K-Word #159) und der bisexuelle Popstar Rita Ora (K-Word #252) – die gut befreundet sind (und Gerüchten zufolge 2013 auch mal ein Paar waren) - engagieren sich gegen „beauty cyberbullying“: Jede vierte junge Frau soll wegen ihrer äußeren Erscheinung von Internet-Mobbing betroffen sein und deswegen Fotos oder sogar ihren Account löschen. Die Folgen: Verlust des Selbstvertrauens, Essstörungen, Drogen- und Alkoholmissbrauch. Mit der #IWILLNOTBEDELETED-Kampagne (=Ich werde mich nicht löschen lassen) will die Kosmetikmarke Rimmel und die Anti-Mobbing-Stiftung CyberSmile Foundation auf dieses Thema aufmerksam machen, 2019 startet ein Web-Tool, das Mobbing-Opfern helfen soll.

Lesbische Legenden im Schwulen Museum Berlin: Am 5. November kommt es zu einem Wiedersehen mit Danielle de Baat, Monika Mengel und Cillie Rentmeister, die mit ihrer legendären Rockband „Flying Lesbians“ in Europas Lesbenszene der 70er Jahre sehr erfolgreich waren und die Lesbenhymne „Wir sind die homosexuellen Frauen“ schrieben. Ein Band-Revival wird’s nicht (es leben ja auch nicht mehr alle Mitglieder), aber neben dem Talk wird's ein „Sing-along“ geben. Hier stehen alle Infos.

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