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K-Word

K-Word #307: Neues aus der Lesbenwelt

28.6.2019 - Heute: Der neue "The L Word"-Cast ist da, Willow Smith outet sich, Megan Rapinoe legt sich mit Donald Trump an, Nilla Fischer, Taylor Swift, "Orange is the New Black", "Drei Engel für Charlie", Cara Delevingne & Ashley Benson, Film-News - und mehr!

Von Karin Schupp

28.6.2019 - K-Word hat eine Woche Ferien gemacht, aber die L-Welt hat sich natürlich weitergedreht - lasst uns also gleich loslegen: Die „Generation Q“ der The L Word-Fortsetzung bekommt ein Gesicht! Zum Drehstart im Juli gab der US-Sender Showtime die ersten Namen aus dem neuen Cast von The L Word: Generation Q (K-Word #303) bekannt: Freuen dürfen wir uns auf Stephanie Allynne, die mit Comedian Tig Notaro verheiratet ist und mit ihr die lesbische Amazon-Serie One Mississippi  und die Dokumentation Tig (2015) drehte. Sie spielt die Therapeutin Nat, die mit ihrer auf Krawall gebürsteten Ex-Frau ein Kind hat. Rosanny Zayas wurde als TV-Produzentin Sophie gecastet, „die ihr Bedürfnisse häufig hinter die der anderen zurücksteckt“. Bisher war Zayas vor allem als Theaterschauspielerin unterwegs, hat aber auch eine kleine Rolle in der nächsten Staffel von Orange is the New Black. Jacqueline Toboni („Trubel“ in Grimm) spielt die „charmante, aber unfokusierte Assistentin Sarah, die damit ringt, ihre sexuellen Orientierung mit ihrem religiösen Hintergrund zu vereinbaren.“ Bekannt ist sie auch durch ihre lesbische Rolle in der Anthologie-Serie Easy.

Brian Michael bekam die Rolle des Politik-Beraters Pierce, „der nicht gerne über sein Privatleben spricht und lieber all seine Energie in Wahlkampagnen steckt“. Michael, zuletzt in einer trans Rolle in der Serie Queen Sugar zu sehen, outete sich 2017 als trans, nachdem er zuvor mehrere cis-männliche Rollen (unter anderem in Person of Interest) gespielt hatte. Newcomer Leo Sheng, ein weiterer Transmann, der demnächst auch in der queeren Komödie Adam zu sehen ist, spielt den „ernsten, sanften“ Lehrbeauftragten Micah, „der sich mit seiner Angst vor Verletzlichkeit auseinander setzen muss“. Und Arienne Mandi, bisher nur aus kleineren Rollen bekannt, spielt seine Ex, die „mächtige PR-Managerin“ Dani (auf Instagram fand Autostraddle viel versprechende Fotos, die Mandi in sexy Posen mit der lesbischen Schaupielerin KatieMichal Pullen  zeigen). Vom Originalcast sind auf jeden Fall Jennifer Beals (Bette), Leisha Hailey (Alice) und Kate Moennig (Shane) dabei, ob weitere Ex-Stars der Serie gebucht wurden, ist noch nicht bekannt. Die acht neuen Folgen laufen im Herbst in den USA.

Am 26. Juli erscheint bei Netflix die siebte und letzte Staffel von Orange is the New Black, und der neue Trailer lässt hoffen, dass die Knastserie wieder zu den Stärken der ersten Staffeln zurückfindet – nur dass Piper (Taylor Schilling) jetzt wieder „draußen“ ist, während ihre Verlobte Alex (Laura Prepon) noch hinter Gittern sitzt. Und das mysteriöse Huhn aus Staffel 1 taucht auch wieder auf! 

Nicht dass es daran noch Zweifel gegeben hätte (K-Word #304), aber jetzt ist es offiziell: Topmodel/ Schauspielerin Cara Delevingne und Ex-Pretty Little Liars-Star Ashley Benson sind ein Paar. Als Cara am 17. Juni in New York den „Hero Award“ des Trevor Projects (ein Sorgentelefon für LGBTQ-Jugendliche) bekam, sagte sie in ihrer Dankesrede: „Hier im Saal ist eine ganz besondere Frau, der ich danken will, und du weißt, wer du bist“, sagte sie. „Sie zeigte mir, was wahre Liebe ist und wie man sie akzeptiert, was viel schwieriger als, als ich dachte. Ich liebe dich, Sprinkles!“ Zwei Tage zuvor hatte sie auf Instagram bereits einen Kuss-Clip der beiden (möglicherweise aus ihrem Kinofilm Her Smell, leider noch ohne deutschen Kinostart) mit dem Hashtag #PRIDE gepostet:

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

#PRIDE @ashleybenson

Ein Beitrag geteilt von Cara Delevingne (@caradelevingne) am

Der erste Trailer der Neuverfilmung von Drei Engel für Charlie ist da, und wenn Kristen Stewarts (K-Word #305) Rolle nicht queer ist, dann weiß ich auch nicht… Die in Deutschland gedrehte Actionkomödie (K-Word #271) startet bei uns am 28. November.

Nilla Fischer, die zu den (mindestens) 46 lesbischen Stars der Fußball-WM gehört, brachte die L-MAG in die Frankfurter Allgemeine Zeitung: In einem Porträt über sie heißt es dort: „Nach einem Interview mit L-MAG, einem Magazin für Lesben, kam sie vor zwei Jahren auf die Idee, dass sie ihr Team wie in Schweden üblich mit einer Kapitänsbinde in den Regenbogenfarben aufs Spielfeld führen könnte. Mittlerweile tragen alle Kapitäne beim VfL, männlich wie weiblich, von der U 10 bis zu den Profis, die Binde.“ Gern geschehen, Fußball-Deutschland! Nilla, die den VfL Wolfsburg nach der letzten Saison verließ und mit Frau und Kind in ihre schwedische Heimat zurückkehrte, ist uns schon lange freundschaftlich verbunden und gab uns vor der WM ein Abschiedsinterview.

Megan Rapinoe (K-Word #305) hat sich mit Donald Trump angelegt. Anders als 2015, als sich die frisch gebackenen Fußballweltmeisterinnen die Glückwünsche von Barack Obama höchstpersönlich im Weißen Haus abholten, würde sie im Falle der Titelverteidigung eine Einladung nach Washington ablehnen. „Ich gehe nichts ins fucking Weiße Haus“, sagte die lesbische Ko-Kapitänin, die sich gegen Rassismus und Homophobie engagiert und Präsident Trump zuvor schon öffentlich kritisiert hat, in einem Clip des Fußballmagazins Eight by Eight. „Aber ich bezweifle, dass wir eingeladen werden.“ Das ließ Trump natürlich nicht auf sich sitzen und reagierte - wie üblich - mit einer Twitter-Tirade: „Megan sollte erst einmal GEWINNEN, bevor sie REDET!“, schrieb er. „Wir haben bisher weder Megan noch das Team eingeladen, aber jetzt lade ich das TEAM ein, egal ob sie gewinnen oder verlieren.“ Wenn er’s tatsächlich tut, würden einige Plätze frei bleiben. Auch ihre Kolleginnen Alex Morgan, Becky Sauerbrunn und Ali Krieger (K-Word #294) haben bereits abgesagt, und letztere twitterte am Mittwoch Richtung Trump: „Ich weiß, dass Frauen, die Sie nicht kontrollieren oder begrapschen können, Sie verärgern, aber ich stehe zu Megan und werde ebenfalls nicht teilnehmen. Ich unterstütze weder diese Regierung noch ihren Kampf gegen LGBTQ+-Bürger, Immigranten und unsere Verletzlichsten.“

One Day at a Time ist gerettet! Die nach drei Staffeln von Netflix abgesetzte Comedyserie über eine kubanisch-amerikanische Familie mit einer lesbischen Tochter (Isabella Gomez) – lest hier unsere Serienkritik zu Staffel 3 - wurde von Pop TV übernommen. Der Pay TV-Sender, der zur CBS-Familie gehört, bestellte dreizehn neue Folgen, die 2020 ausgestrahlt werden sollen.

„Ich liebe Männer und Frauen gleichermaßen“, outete sich Willow Smith am Montag in der Facebook Watch-Talkshow Red Table Talk – Gerüchte hatte es über die Tochter der Filmstars Jada Pinkett Smith und Will Smith schon länger gegeben. In Red Table Talk diskutiert die 18-Jährige Sängerin und Schauspielerin regelmäßig mit ihrer Mutter, ihrer Großmutter Adrienne Banfield Morris und wechselnden Gästen über Beziehungs- und Sexthemen. In der aktuellen Folge, in der es um „unkonventionelle Beziehungen“ geht, erklärte Willow auch, dass sie offen für eine Dreierbeziehung sei und sich dafür „auf jeden Fall einen Mann und eine Frau wünschen“ würde. Mama Jadas Reaktion: „Was immer dich glücklich macht!“ Mit ihrem Bruder Jaden (und viel Autotune) veröffentlichte Willow im Juni den Song „Summertime in Paris“.

In Österreich outete sich Mitte Juni die neue Wissenschafts- und Bildungsministerin Iris Rauskala als lesbisch. In einem Interview mit der Zeitung Der Standard erwähnte die 41-Jährige: „Ich bin seit einem Jahr mit einer Frau verheiratet und ich gehe offen damit um.“ Und gegenüber Die Presse fügte sie hinzu: „Ich habe hier noch nie negative Reaktionen erlebt.“ Die Wirtschaftswissenschaftlerin mit finnischen Wurzeln, die zuvor Referentin von drei ÖVP-Wissenschaftsministern war, wird bis zur Neuwahl im Herbst der Übergangsregierung angehören.

Film-News: Netflix verfilmt das für sieben Tonys nominierte queere Musical The Prom (K-Word #300) und hat mit Meryl Streep, Nicole Kidman, Awkwafina (Ocean’s 8) und Late Night-Moderator James Corden („Carpool Karaoke“) einen hochkarätigen Cast engagiert. Das junge lesbische Paar im Mittelpunkt der Story wurde noch nicht besetzt, dass Ariana Grande einer der Rollen spielen wird, stellte sich als Falschmeldung heraus. Isabelle McCalla und die queere Schauspielerin Caitlin Kinnunen, die die Rollen am Broadway spielen, wurden offenbar nicht gefragt.

Jill Soloway, der queer-nonbinäre Boss der Amazon-Serie Transparent, übernimmt die Regie des Actionsfilm-Remakes Red Sonja (1985 mit Brigitte Nielsen verfilmt) und ersetzt damit den bisexuellen Regisseur Bryan Singer, der den Job verlor, nachdem er mehrfach wegen sexueller Belästigung und Missbrauchs verklagt worden war.

In Ma Rainey’s Black Bottom über die legendäre, offen bisexuelle Bluessängerin Ma Rainey (1886-1939) spielt Viola Davis, Oscar-Gewinnerin und Star der Serie How To Get Away with Murder (wo ihre Rolle ebenfalls bisexuell ist) die Titelrolle. Die Dreharbeiten starten im Juli.

Popstar Taylor Swift hat ihr Thema gefunden: Seit vergangenem Herbst setzt sie sich öffentlich für LGBT-Rechte und gegen homophobe Politik(er) ein (K-Word #305), und für ihr neues Video „You Need to Calm Down“ eröffnete sie einen LGBT-Campingplatz, der unter anderem von Ellen DeGeneres, Hayley Kiyoko, Youtube-Star Hannah Hart,  Laverne Cox (Orange is the New Black), Jesse Tyler Ferguson (Modern Family) und seinem Mann Justin Mikita, Drag Race-Moderator RuPaul und dem olympischen Eiskunstläufer Adam Rippon bewohnt wird. Ein paar Heteros sind auch dabei, darunter Ciara, Ryan Reynolds und – im Burger-Kostüm – Katy Perry, mit der Taylor ihre (angebliche) Dauerfehde damit offiziell beendete.

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