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K-Word

K-Word #338: Neues aus der Lesbenwelt

7.2.2020 - Heute: La Roux ist „fucking gay“, aber nicht „nonbinär“, Kate McKinnon outet Eiskönigin Elsa, Oscar-Verleihung, Ellen DeGeneres & Portia de Rossi, Karen-Susan Fessel, Maren Kroymann, Tamy Glauser & Dominique Rinderknecht, Cara Delevingne - und mehr!

Von Karin Schupp

7.2.2020 -„Ich besitze auch bisexuelle Neigungen, aber ich habe mich noch nie in einen Mann verliebt“, outete sich La Roux („Bulletproof“) im Interview mit unserer Schwesterzeitschrift Siegessäule (K-Word #337), und jetzt erklärte sie auch, wieso sie für diesen Schritt zehn Jahre brauchte. Anfangs, so sagte der britische Popstar der Zeitung The Independent, war alles noch zu neu für sie – „Ich war 21 und hatte gerade erst gemerkt, dass ich in meine beste Freundin verliebt war“ -, und dann habe sie Angst um ihre Karriere gehabt: „Ich war übermäßig paranoid, dass nur lesbische Frauen zu meinen Auftritten kommen würden.“ Inzwischen weiß sie aber, dass sie „definitiv ein bisschen schräg“ damit umgegangen sei, und bezeichnet sich ohne Drumherum als „fucking gay“ - auch wenn sie solche Labels immer noch ablehnt. Gar kein Thema für sie ist ihre Genderidentität: Es sei ihr „scheißegal“, wenn jemand sie für einen Mann halte. „Es ist mir egal, wenn mich jemand Giraffe, Sir, Madam, Junge, Kind, binär, nichtbinär nennt. Das beleidigt mich nicht, weil ich weiß, wer ich bin. Ich finde, in diese Richtung sollte es gehen. Nicht dieses ‚Mir geht’s nur gut mit mir, wenn Fremde mich richtig labeln.‘ Das verwirrt mich.“ La Roux‘ neues Album „Supervision“ ist heute erschienen, am 15. Februar tritt sie in Berlin auf.

Die Oscar-Verleihung in der Nacht auf Montag (bei ProSieben) ist in diesem Jahr leider so hetero wie nie: Soweit bekannt, ist von den Nominierten niemand offen LGBTQ - und selbst Gerüchte gibt es nur über eine: Cynthia Erivo, nominiert für Harriet (D-Start: 23. Apr.), wird als Affäre von Lena Waithe (Master of None) gehandelt (K-Word #336). Mit Margot Robbie in Bombshell und – sehr großzügig mitgezählt – Saoirse Ronan in Little Women (derzeit im Kino, unsere Filmkritik) stehen auch nur zwei queere Frauenrollen auf der Liste. In Bombshell über den #MeToo-Skandal beim konservativen Newssender FOX spielt Robbie eine linientreue Mitarbeiterin, die eine Affäre mit ihrer (heimlich) lesbischen Kollegin (Kate McKinnon) hat. Kinostart ist der 13. Feb., lest nächste Woche unsere Filmkritik auf l-mag.de

Jetzt im Kino: Margot Robbie als anarchistische Antiheldin Harley Quinn in der knalligen, rasant-überdrehten Comicverfilmung Birds of Prey, in der – bis auf Bösewicht Ewan McGregor - auch alle weiteren Hauptfiguren Frauen sind: Black Canary (Jurnee Smollett-Bell), Huntress (Mary Elizabeth Winstead), der kleinkriminelle Teenie Cassandra (Ella Jay Basco) und Kommissarin Renee Montoya(Rosie Perez). Dass die lesbisch ist, wird nicht verschwiegen – ihre Ex (Ali Wong) taucht auf -, spielt sonst aber keine Rolle, Harleys Bisexualität (in den Comics ist sie u.a. mit Poison Ivy zusammen) wird damit abgefrühstückt, dass zu Beginn des Films eine Ex-Freundin erwähnt wird - ich habe diesen Moment, ehrlich gesagt, verpasst, würde mich aber auch damit zufrieden geben, wenn Huntress in Teil 2 (der hoffentlich kommt) lesbisch wäre… Robbie selbst äußerte Interesse an einer Fortsetzung mit  Poison Ivy: „In einigen Comics ist ihre Beziehung romantisch, und in anderen ist es nur Freundschaft. Aber ich finde sie in beiden Fällen faszinierend und sehe sie in den Comics gerne zusammen“, sagte sie in einem Interview.

A propos Wunschdenken: Nachdem Teil 2 von Die Eiskönigin (Originaltitel: Frozen) die Fans nicht erhört und Elsa keine Freundin gegeben hatte (K-Word #315), outete Kate McKinnon, lesbische Emmy-Gewinnerin für Saturday Night Live (K-Word #334), die doch so offensichtlich queere Prinzessin in ihrer Sketchcomedyshow. „Du hast mit 18 eine erfüllende heterosexuelle Ehe. Und ich spiele seit zwei Filmen mit Schnee. Beides ist gleich gut. Und in Teil 3 kann ich dann einfach meine Eier einfrieren“, sagt sie zu ihrer Schwester Anna (Cecily Strong), die daraufhin den Song „Let It Snow“ mit dem Text „We All Know“ anstimmt.

Wir gratulieren: Karen-Susan Fessel erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande „für ihre literarischen Verdienste und ihr hohes Engagement für Humanismus und die kulturelle und soziale Vielfalt unserer Gesellschaft“, wie Torsten Wöhlert, Staatssekretär für Kultur des Landes Berlin, bei der Verleihung am Mittwoch sagte. Die Berliner Autorin veröffentlicht sowohl Lesbenromane (beim Querverlag und Konkursbuch-Verlag) als auch Kinder- und Jugendbücher und engagiert sich im Rahmen ihrer Lesungen in Schulen und Bibliotheken für Offenheit und Akzeptanz im Umgang LGBTQ-Themen und HIV/ Aids.

Katie Sowers, die Assistenztrainerin der (leider unterlegenen) San Francisco 49ers , war beim Super Bowl am Sonntag zwar die einzige Lesbe auf der Bank (K-Word #337), aber in der Werbepause, die traditionell fast ein ebenso großes Ereignis ist, waren Ellen DeGeneres und Portia de Rossi zu sehen: Sie werben neuerdings für Amazons mitlauschenden Lautsprecher Alexa.

Tamynique im Fernsehen: Das berühmteste Frauenpaar der Schweiz, Model Tamy Glauser und Moderatorin Dominique Rinderknecht (K-Word #315), war am Mittwoch zu Gast in der Talkshow Zoom Persönlich. In der Sendung (hier auf Youtube) sprachen die beiden unter anderem über ihre gemeinsame Zeit in einem buddhistischen Kloster, das berührendste Kompliment, das sie je bekamen, und Tamy verrät, wer sie immer wieder auf die Palme bringt… Schwyzerdütsch-Kenntnisse sind allerdings nötig.

Drehen Cate Blanchett und Rooney Mara die Fortsetzung des lesbischen Liebesdramas Carol? Das möchte man glauben, wenn man diese Fotos von aktuellen Dreharbeiten sieht, aber aus Carol 2 wird leider nichts: Die beiden stehen zurzeit für Guillermo del Toros Nightmare Alley, das Remake eines Film Noirs von 1947, vor der Kamera.

Die britische Moderatorin und Schauspielerin Jameela Jamil (The Good Place) hat sich als queer geoutet. Bisher habe sie das nicht getan, weil „Twitter brutal ist“, schrieb sie dort. Sowohl „innerhalb der südasiatischen Community“ als auch als Schauspielerin, die „braun, weiblich und in ihren Dreißigern“ ist, sei es nicht leicht, offen zu ihrer Sexualität zu stehen. Zudem habe sie den Vorwurf befürchtet, sich nur an eine Welle dranhängen zu wollen. Zu dem Coming Out, das sie so „absolut nicht gewollt“ habe, sah sich die 33-Jährige genötigt, nachdem sie als - vermeintlich heterosexuelle - Jurorin der neuen HBO-Tanzshow Legendary kritisiert worden war, denn darin geht's um den queeren Tanzstil Voguing. Jamil hat übrigens Recht, wenn sie in ihrem Tweet erwähnt, dass sie direkte Fragen „immer ehrlich beantwortet“ habe. Ja, twitterte sie im November, als jemand fragte, ob auch „witzige Frauen“ eine Chance bei ihr haben „Hätten sie, wenn ich nicht schon komplett an die Liebe meines Lebens vergeben wäre.“ Jamil ist seit 2015 mit dem Musiker James Blake zusammen.

In Norwegen könnte sich ein Coming Out-Song für den Eurovision Song Contest qualifizieren! Die russischstämmige Sängerin Liza Vassilieva,  die „I am Gay“ schmettert, ist allerdings gar nicht gay, sondern hetero. Mit dem Song wolle sie ihre Solidarität zeigen und für eine Normalisierung des Themas eintreten, erklärte die 30-Jährige. Am Samstag tritt sie im Halbfinale der TV-Show Melodi Grand Prix auf, in der der Song gewählt wird, der beim ESC im Mai in Rotterdam antreten darf.

 

Fridays for Future à la Hollywood: Cara Delevingne (K-Word #331), Supermodel und Schauspielerin (Carnival Row) ist Mitgründerin der Plattform EcoResolution, die angesichts der Klimakrise dazu aufruft, das eigene Verhalten und – in der Folge – das System zu ändern. In einem Video verkündeten unter anderem schon Willow (K-Word #332) und Jaden Smith, Rita Ora (K-Word #252), Karlie Kloss, Pryanka Chopra und Kim Kardashian ihre „ökologischen Vorsätze“. Nicht dabei: Caras Freundin Ashley Benson (aber keine Sorge: Sie sind noch zusammen).

In der ARD-Mediathek steht eine neue Folge der preisgekrönten Sketchcomedy-Serie Kroymann, und einen Vorgeschmack gibt uns Maren Kroymann (K-Word #336) mit ihrem Musik-Video „Verboten“: Darin geht es um den Paragraph 219a, der es Frauenärzt:innen verbietet, auf ihre Webseite darüber zu informieren, mit welcher Methode sie Abtreibungen vornehmen.

 

Jetzt im Handel: Die neue Ausgabe der L-MAG mit dem Titelthema Klima, einem Interview mit Kerstin Ott, „3 Engel für Charlie“ und vielen weiteren Film-, TV-, Musik- und Buchtipps. An jedem Bahnhofskiosk, bei Readly, im Abo oder als e-Paper-Abo erhältlich.

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