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K-Word

K-Word #342: Neues aus der Lesbenwelt

6.3.2020 - Heute: Batwoman, Steffi Jones in „Let's Dance“, Adèle Haenel zeigt Haltung, Lea DeLaria, Kerstin Ott, „BTN“-Star Nathalie Bleicher-Woth, Eishockey-Stars bekommen Baby, Film- und Serientipps und mehr!

Von Karin Schupp

6.3.2020 - Batwoman schrieb mal wieder Geschichte: In der ersten Serie mit einer lesbischen Superheldin, die zudem von einer lesbischen Schauspielerin, Ruby Rose, gespielt wird, gab’s in Folge 13 jetzt auch den ersten lesbischen Superheldinnen-Kuss – ausgerechnet mit Sophie (Meagan Tandy), der Verflossenen von Batwomans Alter Ego Kate Kane. Zu Beginn der Serie war Sophie noch mit einem Mann verheiratet, aber im Laufe der Staffel prickelte es wieder zwischen ihnen, und Sophie ist inzwischen getrennt… Wieso sie jetzt – recht unvermittelt - Batwoman und nicht Kate küsste (sie ahnt bisher nur, dass es sich dabei um dieselbe Person handelt), wird dann hoffentlich in der nächsten Folge klarer. Die ersten acht Episoden (unsere Serienkritik) stehen bei Streaminganbietern, wann der Rest der Staffel (dann zunächst zu Amazon) kommt, ist noch nicht bekannt.

Es gibt so viele tolle lesbische Tänzerinnen – aber zu Let’s Dance schaffen’s leider nur die, deren Talente anderswo liegen: Steffi Jones, Ex-Fußballstar und Ex-Bundestrainerin, flog schon nach der zweiten Woche aus der RTL-Tanzshow.  Sabrina Setlur und Martin Klempnow hatten zwar noch weniger Jury-Punkte bekommen – als „Fußgänger“ bezeichnete Juror Joachim Llambi alle drei –, wurden aber durchs Publikumvoting gerettet. Wenn sich also nicht noch eine andere Kandidatin oder Proftänzerin als lesbisch outet, geht’s ab diesem Freitag hetero weiter.

Haltung zeigen: Beim der französischen Filmpreis-Verleihung César am letzten Freitag, verließ die zweifache César-Gewinnerin Adèle Haenel (K-Word #341),  nominiert für Porträt einer jungen Frau in Flammen, schimpfend den Saal, nachdem Roman Polanski als bester Regisseur ausgerufen worden war. Ihr folgten ihre Ex-Lebensgefährtin und Porträt...-Regisseurin Céline Sciamma, ihr Ko-Star Noémie Merlant und etliche weitere Gäste. Gegen Polanski, dessen Film Intrige mit zwölf Nominierungen die César-Hitliste anführte, hatte es schon im Vorfeld laute Proteste gegeben, die sogar zum Rücktritt des gesamten César-Vorstands führten. Gegen den 86-Jährigen liegt in den USA seit 1977 ein Haftbefehl wegen Vergewaltigung einer 13-Jährigen vor (seitdem lebt er in Frankreich), in den letzten Jahren beschuldigten ihn fünf weitere (Ex-)Schauspielerin der Vergewaltigung in den Siebzigern, als sie noch minderjährig waren, zuletzt im November 2019 Valentine Monnier. Haenel selbst hatte im November öffentlich gemacht, dass der Regisseur Christophe Ruggia sie sexuell belästigt habe, als sie zwischen zwölf und fünfzehn Jahre alt war (K-Word #329).

Porträt einer jungen Frau in Flammen war in zehn Kategorien nominiert, darunter auch als bester Film, Sciamma für Drehbuch und Regie und Haenel und Merlant als beste Schauspielerinnen. Einen César bekam allerdings nur – aber höchst verdient! – Kamerafrau Claire Mathon. Das lesbische Liebesdrama steht jetzt bei Amazon Prime und weiteren Streaminganbietern.

Am 29. Februar wurden die Ex-Eishockey-Rivalinnen Meghan Duggan (USA) und Gillian Apps (Kanada) Eltern eines Sohns. Beide waren Kapitänin ihrer Nationalteams, Duggan (Boston Pride) gewann sieben Weltmeisterschaften und - 2018 - ihr erstes Olympiagold, Apps kam im Laufe ihrer Karriere (die sie 2015 beendete) auf drei olympische Goldmedaillen und drei WM-Titel. Seit September 2018 ist das Paar verheiratet (K-Word #269).

Was bringt eine Lesbe zum zweiten Date mit?“ – „Einen Umzugswagen.“ - Jede Lesbe kennt wohl den berühmten „U-Haul-Witz“, und es ist eigentlich kein Geheimnis, dass er von Comedian Lea DeLaria (K-Word #313) stammt: Der lesbische Orange is the New Black-Star („Big Boo“) erzählte ihn bereits 1988 auf einer Comedy-Bühne. Aber erst jetzt, als sie sich auf Twitter beklagte, dass U-Haul, ein großes Umzugsunternehmen in den USA, sie „immer noch nicht zur Markenbotschafterin gemacht“ habe, reagierte die Firma mit den Worten: „Endlich ist das Genie hinter dem Witz zum Vorschein gekommen. Ziehst du in nächster Zeit um, Lea?“ Mit einem schnöden Umzug lässt sich die 61-Jährige aber nicht abspeisen: „Nein, ich bleibe eine eingefleischte Junggesellin“, twitterte sie zurück. „Aber wenn ihr eine queere Werbefigur braucht, bin ich euer Mann.“

Kerstin Ott („Die immer lacht“) dementierte, dass sie und ihre Frau Karolina sich getrennt hätten. „Wat denn für ne Trennung?“, schrieb die Sängerin (K-Word #331) auf Instagram. „Liebe Presse, gibt es nicht genug Themen, die der Wahrheit entsprechen und informativ sind? Wenn Interviews so umgedreht werden, muss ich mir in Zukunft einfach noch genauer anschauen, mit ich rede und mit wem nicht.“ Das Gerücht war offenbar entstanden, nachdem sie im Februar im Podcast Schlagergeflüster gewohnt offen darüber gesprochen hatte, dass in ihrer Beziehung auch mal die Fetzen fliegen und sie dann in getrennten Zimmern schlafen. Schwacher Trost: Wenn haltlose Trennungsgerüchte gestreut werden, dann weiß man, dass man’s in die obere Promi-Liga geschafft hat!

Als sie vor 15 Jahren in ihrem bayerischen Heimatdorf ihr Coming Out hatte, zeigten wir ihr „das Tor in eine neue Welt“, wie uns L-MAG-Leserin Anna-Lena aus Köln schrieb, und heute tun wir ihr gerne noch einen zweiten Gefallen und stellen ihr brandneues Streetwear-Label ROOTYKAL vor! Das gründete sie, weil die in der Szene doch „die meisten Frauen gerne lockerere und sportlichere Kleidung“ tragen würden und sie selbst dafür „immer in der Männerabteilung shoppen gehen musste, jedoch nie zu 100% mit dem Angebot zufrieden war.“ Prominente Werbefiguren hat sie auch schon gefunden: Marie Buschhausen vom LGBT+-Podcast Ach Papperlapp und Fußballnationalspielerin Sara Doorsoun posierten auf dem ROOTYKAL-Insta schon in Anna-Lenas Shirts.

Die Berlin – Tag & Nacht-Schauspielerin Nathalie Bleicher-Woth (K-Word #309), die in der RTL2-Soap „Kim“ spielt, hat eine neue Freundin. Da hat sie aber Glück gehabt, denn, wie sie Promiflash  sagte, glaubt sie: „Generell bei homosexuellen Leuten ist es halt voll schwer, sich kennenzulernen.“ Geholfen hat wohl, dass sie auf Instagram immer Hashtags wie #lesbian, #lgbtq oder #girlwholikegirls setzt - dadurch wurde wohl ihre Liebste auf sie aufmerksam: „Ich glaube, es war auf jeden Fall durch einen Hashtag!“

Letzte Woche stellte ich euch das Paar Maite und Camino (#maitino) aus der spanischen Telenovela Acacias 38 vor, das dank Youtube-Clips mittlerweile eine weltweite Fangemeinde hat, in dieser Woche soll’s um die australische Dauersoap Home and Away (gibt's seit 1988!) gehen: L-MAG-Leserin Dani machte uns darauf aufmerksam, dass sich dort kürzlich Willow (Sarah Roberts) und Alex (Zoë Ventoura), Pärchenname #Willex, fanden - und schon gab’s Ärger, weil mehrere ihrer Küsse (oder besser: Küsschen) und Dialoge rausgeschnitten wurden, was auffiel, da im neuseeländischen und britischen Fernsehen die kompletten Versionen dieser Szenen liefen. Der Sender Channel 7 erklärte das Ganze zum „menschliches Versagen“ - und enttäuschte die Fans gleich noch ein zweites Mal, indem er das Paar wieder auseinander riss: Alex zog beruflich nach Queensland, Willow blieb mit gebrochenem Herzen zurück. Bleiben die Clips auf Youtube und die Hoffnung, dass Alex zurückkehrt – denn offiziell getrennt haben sich die beiden nicht!

Lärm beim Teddy Award: Nach den rassistischen Morden in Hanau rief Moderatorin Annie Heger die Gäste der LGBTQ-Filmpreisverleihung der Berlinale zu einer „Schreiminute“ statt einer „Schweigeminute“ auf: „Weil die Stille in diesem Land zu laut ist!“ Die lesbischen Filme kamen bei den Teddys in diesem Jahr leider viel zu kurz (Preisträger-Filme), der erfolgreichste queere Berlinale-Film war Welcome to Chechnya: Die Dokumentation über die Verfolgung von LGBTI in Tschetschenien wurde mit dem „Teddy Activist Award“ und dem „Amnesty-Filmpreis“ ausgezeichnet. In der Jury von Amnesty International saß unter anderem auch Anke Engelke.

Zwei Dokumentarfilme, die beide auf der Berlinale 2018 liefen, könnt ihr jetzt vom Sofa aus sehen: In Game Girls begleitet Alina Skrzeszewska ein odachlosen Lesbenpaar in L.A. – Tiahna hat sich mit ihrem kleinkriminellen Leben arrangiert, während Teri für eine bessere Zukunft kämpft (Arte, 9. Mrz., 23:30 Uhr, Online: 8.-16. März).

Und wem die Adresse in der Browser-Chronik nicht peinlich ist: Die US-Pornowebseite Pornhub präsentiert mit Shakedown seinen ersten Film, der kein Porno ist (kostenlos noch bis Ende März): Leilah Weinraub wirft einen Blick zurück auf eine erfolgreiche lesbische Partyreihe im Los Angeles der Nullerjahre: Mit Hip Hop, Go-Go-Dance und Strip-Shows schuf die Butch Ronnie Ron eine Party für die afroamerikanische Lesbenszene, die für viele Mitarbeiterinnen und Gäste ein Familienersatz war.

Weiterlesen: K-Word #341: Neues aus der Lesbenwelt

 

Jetzt im Handel: Die neue Ausgabe der L-MAG mit Interviews mit La Roux und Marla Glen, Sorgerechtsentzug bei lesbischen Müttern, Vorschau auf „The L Word: Generation Q“ und vielen weiteren TV-, Film-, Musik- und Buchtipps. An jedem Bahnhofskiosk, bei Readly, im Abo oder als e-Paper-Abo erhältlich.

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