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K-Word

K-Word #375: Neues aus der Lesbenwelt

24.10.2020 - Das Leben von Tegan and Sara wird verfilmt, Sängerin outet Ivanka Trump, „Tiger King“-Star Carole Baskin ist bi, Nicola Adams, Hanna Batka, bisexuelle Datingshow „Princess Charming“, „Alles was zählt“ und andere Film- und Serientipps - und mehr!

Von Karin Schupp

23.10.2020 - Eine neue Serie, auf die wir uns freuen können: High School, die Memoiren des kanadischen Pop-Duos Tegan and Sara, in denen sie sich an ihre Schulzeit in den Neunzigern erinnern (leider noch nicht auf Deutsch erschienen), werden vom Streamingdienst IMDb TV verfilmt. Clea DuVall, lesbische Schauspielerin (Veep, The Handmaid’s Tale) und Regisseurin (The Intervention), wird die Pilotfolge schreiben und drehen, wer die lesbischen Zwillinge spielen wird, ist noch nicht bekannt. Als Tegan und Sara Quin am Mittwoch zu Gast im Podcast PANTS ihrer alten Bekannten Kate Moennig und Leisha Hailey waren (die sie seit ihrem Auftritt in The L Word kennen), verrieten sie noch nichts von diesen Plänen, sondern sprachen über ihre und „Shanes“ ikonischen Frisuren in den Nullerjahren („Wir waren die lesbischen Rachels“, sagte Kate unter Anspielung auf Jennifer Anistons Haarschnitt in Friends), über ihre Lebensgefährtinnen und einen Bären-Besuch in Saras Garten in Vancouver. PANTS steht bei allen großen Podcastplattformen.

Clea DuValls lesbische Liebeskomödie Happiest Season mit Kristen Stewart und Mackenzie Davis verzichtet auf einen Kinostart und steht ab 25. November direkt beim US-Streamingdienst Hulu. Das ist auch für uns eine gute Nachricht, denn dadurch wird der Film wohl auch schneller bei uns online abrufbar sein – einen deutschen Filmverleih hatte er ohnehin nicht gefunden. In Happiest Season reist Abby (Stewart) mit ihrer Freundin Harper (Davis) an Weihnachten zu deren konservativen Eltern und will sie dort mit einem Heiratsantrag überraschen - bis sie feststellt, dass die noch gar nichts von der Homosexualität ihrer Tochter wissen.

Am letzten Samstag legte Nicola Adams (K-Word #369) in der „Kennenlernshow“ von Strictly Come Dancing ihren ersten Auftritt aufs Parkett und zeigte schon mal, dass sie keine zwei linken Füße hat. Die lesbische Doppel-Olympiasiegerin im Boxen und ihre Profi-Tanzpartnerin Katya Jones sind – in Staffel 18! - das erste gleichgeschlechtliche Tanzpaar der BBC-Promi-Tanzshow, die von RTL als Let’s Dance adaptiert wurde. Morgen Abend startet das Turnier.

Und wer hatte sie auf der Liste? Aubrey O'Day, US-Popsängerin und Reality-Darstellerin, outete gestern auf Twitter Ivanka Trump, die Tochter des US-Präsidenten, als Schranklesbe. In einem zweiten Tweet während der gestrigen TV-Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden schrieb O'Day, die eine Affäre mit Donald Trump jr. gehabt haben soll: „Ivanka ist eine Lesbe, und doch unterstützt sie keine Frauenrechte in dieser Regierung, die sie heimlich leitet.“ Ihre Tweets hat sie inzwischen gelöscht.

Nach dem Erfolg der schwulen Datingshow Prince Charming (Staffel 2 bei TVNOW, ab 26. Okt bei VOX) soll jetzt auch eine  Princess Charming ihre große Liebe finden. Statt auf eine lesbische Märchenprinzessin setzt TVNOW allerdings auf eine „attraktive Bi-Lady“ (Pressetext), die „lesbische und bisexuelle Frauen und heterosexuelle Männer“ (bisexuelle Männer dürfen offenbar nicht mitmachen) zur Auswahl hat, auf dass sich „Catfights bis hin zu heißen Flirts“ ergeben. Wem das nicht zu cringy ist: hier könnt ihr euch bewerben. MTV hatte in den USA bereits 2007/ 2008 mit A Shot at Love with Tila Tequila (2007/ 2008) eine erfolgreiche bisexuelle Datingshow. Darin warben jeweils 16 Heteromänner und 16 Lesben um den damaligen MySpace-Star Tila Tequila (also eine frühe Influencerin!), die sich in Staffel 1 für einen männlichen Kandidaten und in Staffel 2 für eine Frau entschied (die ihren Antrag aber ablehnte). Zwischen den beiden Staffeln erklärte Tequila, dass sie nicht bi, sondern lesbisch sei, 2018 behauptete die inzwischen zweifache Mutter dann, dass sie immer schon hetero war und Homosexualität Teufelszeug sei.

Bleiben wir bei merkwürdigen US-Realitystars: Die Tierschützerin Carole Baskin, die durch die Netflix-Doku Großkatzen und ihre Raubtiere (Originaltitel: Tiger King) bekannt wurde, hat sich in einem Interview mit der LGBT-Webseite Pink News als bisexuell geoutet. „Ich habe mich immer als bisexuell betrachtet. Auch wenn ich nie eine Ehefrau hatte, könnte ich genauso eine Frau statt eines Ehemanns haben“, sagte die 59-Jährige, die in dritter Ehe verheiratet ist und deren zweiter Mann 1997 unter nie geklärten Umständen verschwunden ist. Gegenüber der Klatsch-Webseite TMZ ergänzte Baskin, dass sie in den 80er Jahren mit Männern und Frauen Sex gehabt und sogar eine „nichtsexuelle“ Ehefrau gehabt habe, die zudem hetero war. Nun ja, nennt man das nicht „beste Freundin“? Die Reaktionen auf Baskins Coming Out waren gemischt, aber die Träume der lesbischen Schauspielerin Jane Lynch (Glee, The L Word) erfüllt sie offenbar damit...

Über Baskin, auf die der schwule Protagonist von Tiger King, Joe Exotic, einen Auftragskiller angesetzt hatte, dreht NBC demnächst eine fiktionale Serie. In der Hauptrolle: die lesbische Schauspielerin und zweifache Emmy-Gewinnerin Kate McKinnon (Saturday Night Live, Ghostbusters; K-Word #334).

Hanna Batka („We Are“, K-Word #302) veröffentlichte heute ihren neuen Song „Im Regen küssen“, das Video hat heute Abend um 18 Uhr auf Youtube Premiere, parallel dazu könnt ihr die lesbische Musikerin live auf Instagram sehen. 

Nichts fürs Romantikerinnen: Im Mittelpunkt von Bohnenstange steht ein Frauenpaar, die traumatisierte Iya (Viktoria Miroshnichenko) und die Kriegsrückkehrerin Masha (Vasilisa Perelygina), aber eine schöne Lovestory solltet ihr nicht erwarten: Die düstere Geschichte spielte in einem Lazarett in Leningrad 1945, und die unfruchtbare Masha nötigt Iya zu Sex mit dem Chefarzt, damit sie ihr ihren Kinderwunsch erfüllt... Das russische Drama von Kantemir Balagov läuft seit gestern im Kino.

Neu auf DVD, bei iTunes und Google Play: In Good Kisser von Wendy Jo Carlton, bekannt für die Lesbenfilme Hannah Free, Jamie und Jessie sind nicht zusammen und die Webserie Easy Abby, wollen Jenna (Kari Alison Hodge) und Kate (Rachel Paulson, die ebenfalls queere Schwester von Sarah Paulson) ihr etwas eingeschlafenes Sexualleben aufpeppen und treffen sich zu einem Dreier-Date mit Mia (Julia Eringer). Doch die Nacht verläuft nicht ganz so wie geplant…Der Film ist - anders als der Trailer - deutsch untertitelt. Lest hier unsere Filmkritik.

Der Streamingdienst Joyn zeigt ab 29. Oktober Good Trouble, ein Spinoff der Regenbogenfamilienserie The Fosters mit den beiden (heterosexuellen) Schwestern Callie (Maia Mitchell) und Mariana (Cierra Ramirez), die ihre ersten Jobs in L.A. antreten und in eine große WG ziehen. Ihre Mütter Stef und Lena schauen leider nur gelegentlich vorbei, aber einige ihrer Mitbewohner_innen sind queer, darunter die lesbische Alice (Sherry Cola). Privat sind Cola und zwei weitere Hauptfiguren, Zuri Adele (Malika) und Emma Hunton (Davia) bi- bzw. pansexell, in Nebenrollen tauchen die bisexuelle Schauspielerin Brianna Venskus (Agents of S.H.I.E.L.D., K-Word #277) und die trans Schauspielerin Hailie Sahar (Pose) auf.

Neu bei Netflix: Das Remake des Hitchcock-Films Rebecca (1940) nach dem Roman von Daphne du Maurier (die bisexuell oder lesbisch war) erzählt von einer jungen, frisch verheirateten Frau (Lily James), die auf dem Anwesen ihres reichen Manns (Armie Hammer) feststellt, dass dort das Andenken an dessen verstorbene erste Frau Rebecca noch überaus präsent ist und vor allem von der Haushälterin Mrs. Danvers (Kristin Scott Thomas) hochgehalten wird. Mrs. Danvers gilt als eine der ersten lesbischen Charaktere der Filmgeschichte, aber leider bleibt es in der Neuverfilmung von Ben Wheatley nur bei wenig mehr Andeutungen als im Original. Lieber wäre mir ein lesbisches Prequel über Mrs. Danvers und Rebeccas gewesen – à la Ratched über eine andere große Antagonistin des Hollywood-Kinos: Schwester Ratched aus Einer flog übers Kuckucksnest (hier mehr).

DJ Ipek erzählt in diesem Clip, wieso sie so gerne in Berlin lebt. Für die neue Image-Kampagne Place2be, die sich an LGBTQI-Gäste richtet, zeigte auch schon trans Musiker Henri Jacobs (Ex-Tubbe; unser Interview) seine Lieblingsorte in der Hauptstadt. Mit ihrer gemeinsamen Aktion trotzen der Berliner Senat für Wirtschaft und unsere Schwesterzeitschrift Siegessäule den gestiegene Corona-Zahlen – und erhöhen die Vorfreude auf die Zeiten nach der Pandemie!

In der RTL-Soap Alles was zählt hatte Eisläuferin Chiara (Alexandra Fonsatti) inzwischen ihr öffentliches Coming Out (siehe Clip) und bekam dafür die volle Rückendeckung ihrer Chefin. So richtig genießen kann sie ihre Beziehung mit Ina (Franziska van der Heide) aber immer noch nicht, weil sie Angst hat, dass sie ihr Image beeinflusst. Dieses neue Kapitel in der „Chiana“-Saga beginnt am 29. Oktober.

 

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