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K-Word #417: Neues aus der Lesbenwelt

20.8.2021 - „The L Word“-Star Jacqueline Toboni verlobt, Basketball-Olympiasiegerin Breanna Stewart ist Mutter, Mae Whitman und Supermodel Lily Cole outen sich, die lesbische „Voice of Switzerland“-Gewinnerin Tiziana Gulino trommelt für die Eheöffnung - und mehr!

Von Karin Schupp

20.8.2021 - Nein, Finley aus The L Word: Generation Q hat in der Lesbenserie keine neue Liebe gefunden: Das ist Jacqueline Toboni, die Darstellerin der blonden Chaotin, mit ihrer frischgebackenen Verlobten Kassandra Clementi (Home and Away). Sie sei vor ihrem Antrag so nervös gewesen, dass sie Ausschlag bekam, schrieb Toboni auf Instagram. Dabei hätte sie entspannt bleiben können: „Ich habe den Jacq-pot gewonnen“, kommentierte die australische Schauspielerin auf Instagram ihr "Ja!". Staffel 2 startet am 29. Sept. bei Sky und dem Streamingdienst Sky Ticket.

Noch eine Verlobung: Die australische Fußballnationalspielerin Chloe Logarzo (Kansas City) – in Tokio landete sie mit ihren Team auf Platz 4 – verlobte sich mit der US-amerikanischen Ex-Fußballerin McKenzie Berryhill.

Der August lief gut für Breanna Stewart: Zuerst gewann sie olympisches Gold im Basketball– und dann wurde sie Mutter! Am Tag nach ihrem Olympiasieg (dem zweiten nach Rio 2016!) begrüßte die US-Nationalspielerin mit ihrer Verlobten Marta Xargay Casademont ihre Tochter Ruby. Das Kind wurde von einer Leihmutter zur Welt gebracht, 2019 hatte Stewart hierfür Eier einfrieren lassen – „eine der besten Entscheidungen meines Lebens“, sagt sie in einer neuen YouTube-Kurzdoku über ihre Beziehung und den Weg zur Elternschaft. Mit Xargay, die im Juli ihre Karriere als Basketballprofi beendete (und in Rio 2016 mit Spanien Silber gewann) ist sie seit 2019 zusammen, im Mai verlobten sie sich (K-Word #403), seit Juli sind sie verheiratet.

Chloe Logarzo und Breanna Stewart gehörten in Tokio zu den mindestens 189 offen LGBTQ-Sportler:innen – hier und hier stellen wir sie vor. Und nach den Olympischen Spielen kamen noch zwei Medaillengewinnerinnen hinzu: Die britischen Boxerinnen Lauren Price (Gold im Mittelgewicht) und Karriss Artingstall (Bronze im Federgewicht) outeten sich nach ihrer Rückkehr als Paar. „Wir trainieren zusammen, wir leben zusammen“, sagte Price in einem BBC-Interview und Artingstall schrieb auf Instagram: „Wer hätte gedacht, dass wir in unser erstes Haus, das wir von ein paar Monaten zusammen gekauft haben, zwei olympischen Medaillen mitbringen würden.“

Mae Whitman, bekannt aus den Serien Parenthood und Good Girls (Staffel 4 ab 31. Aug. auf Netflix), hat sich als pansexuell geoutet. Auf Twitter schrieb sie, dass sie „so stolz“ auf ihre Sprechrolle als lesbische Amity in der Disney+-Animationsserie Willkommen im Haus der Eulen (die mit der bisexuellen Hauptfigur Luz zusammenkommt) sei: „Da ich selbst pansexuell bin, wünschte ich, ich hätte solche unglaublichen Charaktere wie Amity und Luz in meinem Leben gehabt, als ich aufwuchs. Queere Repräsentation ist so so so wichtig!“ Und in einem zweiten Tweet ergänzte die 33-Jährige: „Für mich bedeutet ‚pansexuell‘, dass ich mich in Menschen aller Gender verlieben kann. Dieses Wort passt am besten zu mir. Ich bin froh und stolz, der Bi+-Community anzugehören.“ Von ihren Liebesleben sind bisher nur Gerüchte über Heterobeziehungen mit Kollegen, etwa Peter Krause (Parenthood), Dov Tiefenbach (The Umbrella Academy) und Robbie Amell (The Flash), bekannt.

Das britische Supermodel Lily Cole identifiziert sich als queer. „Wenn ich in einem anderen Land leben würde, wäre meine Queerness strafbar“, schrieb sie in ihrem neu erschienenen Buch über den Klimawandel „Who Cares Wins: How to Protect the Planet You Love“. In der Sunday Times (Bezahlschranke) erklärte sie hierzu: „Ich mag das Wort [queer] wegen seiner Offenheit. Ich finde all diese Grenzen ziemlich rigide. Viele meiner Freunde, die sich als bisexuell, lesbisch oder so identifizieren, identifizieren sich außerdem als queer.“ Was sie konkret damit meint und ob sie noch mit Kwame Ferreira, dem Vater ihrer Tochter (5), zusammen ist, verriet sie nicht. Sie habe bewusst nie viel über ihr Privatleben gesprochen, sagte sie, und wolle es dabei belassen. „Aber trotzdem habe ich das Bedürfnis zu bestätigen, dass ich nicht hetero bin.“

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte wird gerade in den georgischen Bergen gedreht: In Gondola von Veit Helmer (Absurdistan) sehen sich die zwei Seilbahnschaffnerinnen, gespielt von Mathilde Irrmann und Nini Soselia alle dreißig Minuten, wenn sich ihre beiden Gondeln auf halber Strecke begegnen. Aus anfänglichem kollegialen Grüßen und Scherzen wird ein Flirt und daraus wiederum Liebe, gemeinsam verbünden sie sich gegen ihren Chef – und all das wird ganz ohne Dialoge erzählt. Der deutsche Kinostart ist für 2022 geplant.

In der ZDF-Komödie Immer der Nase nach (Trailer, 26. Aug., 20:15 Uhr, danach in der Mediathek) spielt Corinna Harfouch die lesbische beste Freundin der Hauptfigur (Claudia Michelsen), und laut der lesbischen Drehbuchautorin und Regisseurin Kerstin Polte (Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?) gibt es weitere Charaktere „mit queeren Zügen“, etwa eine allein erziehende Mutter, die von Banafshe Hourmazdi (bekannt aus der Lesbenserie Loving Her) gespielt wird. All das wird allerdings nur sehr dezent erzählt, weil sich die deutschen Sender in ihrem Hauptabendprogramm leider immer noch schwer damit tun, Charaktere „einfach so“ LGBTQ sein zu lassen, ohne das irgendwie zu thematisieren. Aber immerhin: es geht voran!

Am 25. Aug. startet die 2. Staffel von Betty: In der HBO-Serie cruisen fünf Skateboarderinnen durch New York, kiffen, palavern, flirten und zoffen sich auch mal. In den neuen Folgen suchen sie eine neue Skatinghalle, Indigo (Ajani Russell) versucht ihr Geldsorgen zu lösen, Camille (Rachelle Vinberg) könnte Influencerin werden, Honeybear (Kabrina Adams) und ihre Freundin Ash (Katerina Tannenbaum) peppen ihre Beziehung mit Sextoys und einen Dreier mit Viktoria (Rad Pereira) auf, und die liebenswerte Aufreißerin Kirt (Nina Moran) verliebt sich in die Freundin eines Kumpels. Die sechs neuen Folgen kommen zu Sky Comedy und danach zum Streamingdienst Sky Ticket.

„Ja, ich will“: Mit diesem Song macht die „Ja zur Ehe für alle“-Kampagne in der Schweiz mobil: Per Volksabstimmung am 26. September will nälich eine erzkonservative Koalition die bereits beschlossene Ehe-Öffnung verhindern, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung dafür ist (wir berichteten).

Zu den 11 „Ja, ich will“-Sänger:innen gehören auch der schwule Ex-Turner Lucas Fischer, die Indie-Pop Band ZIBBZ, die beim ESC 2018 für die Schweiz antrat, und die The Voice of Switzerland-Gewinnerin Tiziana Gulino, die mit ihrer Freundin Dania Maruccia verlobt ist.

 

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