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K-Word #429: Neues aus der Lesbenwelt

12.11.2021 - Hochzeit im „Supergirl“-Finale, aber kein lesbisches Happy End in „Bauer sucht Frau“, Österreichs Fußballstar Manuela Zinsberger outet sich, Demi Lovato, Jojo Siwa, neue lesbische Dokuserie, ist „Princess Charming“-Irina (neu) vergeben? Und mehr!

Von Karin Schupp

12.11.2021 - Willkommen im Team: Fußball-Torfrau Manuela Zinsberger, seit 2013 österreichischen Nationalspielerin, hat sich auf Instagram geoutet: Sie postete ein Foto mit ihrer Freundin (die Blonde auf dem Foto, s. unten) und den Worten „It’s Love“. Da da das bereits im Oktober passierte (ein Dank geht an Leserin Ange, die uns darauf aufmerksam machte!), lässt sich festhalten, was ein solches Coming Out heutzutage bedeutet: Österreichs Boulevardmedien berichteten unaufregt und freundlich – und das war’s erst mal. Die 26-Jährige, die lange im Bayern-Tor stand und seit 2019 bei Arsenal spielt, gehörte zu den Stars der letzten Fußball-EM, als sie einige Elfmeter hielt und Österreich damit ins Halbfinale verhalf. Zinsberger ist aktuell die dritte geoutete Nationalspielerin: AuchViktoria Schnaderbeck (ebenfalls bei Arsenal) und Sarah Puntigam (Montpellier) zeigten auf Instagram ihre Freundinnen (und zwar beide am selben Tag Ende 2019, K-Word #331), mit denen sie beide auch heute noch glücklich sind.

Kein Happy End für Lara in Bauer sucht Frau (K-Word #428): „Hofdame“ Franzi reiste vorzeitig ab, nachdem die zuvor so distanzierte Pferdewirtin beim Einzeldate touchy geworden war. „Es hat sich befremdlich angefühlt“, sagte die 24-Jährige anschließend in die Kamera (schade, dass Frauen sich allzu oft nicht trauen, so etwas direkt zu sagen), bevor sie ihren Koffer packte. Und auch zwischen Lara und Melanie (34) funkte es nicht, wie sich beide gegenseitig gestanden. Lara sei „zu kühl“ und brauche eine Frau, „die ihre Launen aushält“, sagte die Raumausstatterin, während die Gastgeberin das Ganze nicht weiter kommentierte. Da geht die Kuppelshow jetzt wohl wieder rein hetero weiter, was einerseits bedauerlich ist, mich aber andererseits davon befreit, das biedere RTL-Format, das mich ein bisschen zu häufig das Jugendwort des Jahres 2021 „cringe!“ ausrufen lässt, für euch weiterzuschauen.

In den USA endete in dieser Woche Supergirl mit der Hochzeit von Alex (Chyler Leigh, K-Word #357) und Kelly (Azie Tesfai), die in der sechsten und letzten Staffel außerdem Mütter wurden: Sie adoptieren die kleine Esme (Mila Jones), die (natürlich) übernatürliche Fähigkeiten hat. Supergirls Schwester erlebte in Staffel 2 ihr lesbisches Coming Out und kam mit der Polizistin Maggie Sawyer (Floriana Lima) zusammen, von der sie sich jedoch in Staffel 3 trennte (weil Lima aus der Serie ausstieg). Mit der Schwester von Supermans Freund James Olsen ist Alex seit dem Ende von Staffel 4 zusammen. Auch Nia (Nicole Maines), die erste trans Superheldin im Fernsehen, und Brainy (Jesse Rath) bekamen ihr Happy End – nur aus Kara/ Supergirl (Melissa Benoist) und Lena Luthor (Katie McGrath) wurde leider kein Paar… Wann die finale Staffel nach Deutschland kommt, ist noch nicht bekannt, im Original gibt‘s die Folgen bei iTunes, Microsoft und MagentaTV.

In der Kölner Lesbenszene geht‘s schon länger rum – und jetzt berichtet es auch die Klatschpresse: Princess Charming-Prinzessin Irina Schlauch und Busenfreundin-Podcasterin Ricarda Hofmann sollen ein Paar sein. „Ein offenes Geheimnis“ sei das, zitierte  Promiwood eine Ex-Kandidatin der Datingshow. Princess Charming läuft zurzeit bei Vox (Fr, 22:15 Uhr), die gesamte Staffel steht bei RTL+ (Ex-TVNOW), unsere Folgen-Recaps findet ihr hier.

Wieder in der ARD-Mediathek: Teil 3 der Krimi-Reihe Tödliche Geheimnisse, in der Karin Berger (Anke Engelke) und Rommy Kirchhoff (Nina Kunzendorf), zwei investigative Journalistinnen, Ex-Loverinnen und inzwischen wieder ein Paar, kriminelle Skandale aufdecken. In der Folge „Das Versprechen“, die 2020 zum ersten Mal lief, geht’s um die Ausbeutung von osteuropäischen Arbeitern auf einer Berliner Großbaustelle.

In den USA startete gestern bei Amazon Prime die neue Dokuserie Tampa Baes über zwölf „fun-loving“ junge Lesben in Floridas LGBTQ-Hochburg Tampa Bay. Wann die Sendung zu uns kommt, hat der Streamingdienst leider noch nicht verraten.

Cara Delevingne hat’s vorgemacht (K-Word #419) – und jetzt tut’s auch Demi Lovato: Der pansexuelle, nichtbinäre Popstar (K-Word #411) bewirbt einen – angeblich selbst designten – Vibrator. Das Sextoy „Demi Wand“ gibt’s für 79 $ exklusiv bei einem Online-Sexshop für Frauen und wird dort als „unser kleinster und leisester Vibrator“ beworben. Schlechte Presse gibt’s derzeit für Lovatos neue Werbepartnerschaft mit Gaia: Der Streamingdienst für Yoga-, Meditationskurse und Esoterisches soll nämlich zu einem Hotspot für Verschwörungs-Gläubige geworden sein soll, seit der bei Facebook und Youtube gesperrte Verschwörungsprediger David Icke 2020 seine Videos dort veröffentlicht und ihm etliche QAnon-Influencer:innen folgten. 

Der queere Teeniestar Jojo Siwa und ihre Profipartnerin Jenna Johnson tanzen bei in der US-Promi-Show Dancing with the Stars (K-Word #428) weiter ganz vorne mit. Für ihren Salsa in Woche 8 bekamen sie 39 von 40 Jury-Punkten und zogen als Führende im Gesamt-Ranking ins Halbfinale ein. Letzte Woche erzählte die 18-Jährige,dass sie sich am Morgen der vierten Show von ihrer Freundin Kylie Prew trennte (K-Word #426), sie mittlerweile aber wieder jeden Tag snapchatten.

Nach eurem ersten Lesbenfilm fragten wir letzte Woche auf Instagram und bekamen jede Menge Antworten. Eure Top 3: Blau ist eine warme Farbe (2013), Aimee und Jaguar (1999) und Loving Annabelle (2006). Und auch eure Lieblingslesbenfilme habt ihr uns verraten: Da machten Carol (2015, L-MAG-Filmkritik), Below her Mouth (2016, L-MAG-Kritik) und Porträt einer jungen Frau in Flammen (2019, L-MAG-Kritik) das Rennen. Wer in Erinnerungen schwelgen oder sie neu entdecken will: Alle sechs Filme gibt's bei Streamingdiensten.

Dass die Jazz-Ikone und frühe Aktivistin für Schwarze Bürgerrechte Billie Holiday (1915-1959) offen bisexuell war, spielt in  Billie - Legende des Jazz (Kinostart: 11. Nov.) leider ebenso wenig eine Rolle wie zuvor schon in dem Biopic The United States vs. Billie Holiday (2021). Der neue Dokumentarfilm hat allerdings die Entschuldigung, dass er auf Interviews basiert, die in den 1970ern geführt wurden, als das Thema noch ein stärkeres Tabu war als heute. Zu Wort kommen jedenfalls nur männliche Lover, und ihre Bisexualität wird nur am Rande erwähnt: als Beispiel für ihre sexuelle Unersättlichkeit und Unkonventionalität und – wie eine Kindheitsfreundin behauptet – als Folge der ständigen Warnungen ihrer Mutter vor „den Männern“.

Am 17. Nov. startet beim Bezahlsender Sky Comedy die zweite Staffel der lesbisch-queeren Comedyserie Work on Progress. In Staffel 1 (unsere Serienkritik) verliebte sich die lebensmüde Lesbe Abby (Abby McEnany in der semibiografischen Hauptrolle) in den viel jüngeren trans Mann Chris (Theo Germaine), vermasselte es aber gewaltig. In den zehn neuen Folgen plagt sie sich deswegen mit Selbstvorwürfen, Chris selbst taucht aber nur in der letzten Folge auf. Ansonsten geht’s für Abby zunächst aufwärts - sie wird befördert und wohnt harmonisch mit ihrer lesbischen Freundin Campbell (Celeste Pechous, auch im echten Leben McEnanys beste Freundin!) zusammen -, bis ein Familien-Notfall ihre fragile innere Stabilität auf die Probe stellt. Ob die Serie von McEnany und trans Filmemacherin Lilly Wachowksi (Sense8, Matrix) eine dritte Staffel bekommt, ist noch nicht bekannt.

Den Trailer gibt's leider nur im englischen Original:

Reality-TV mal anders: Heute startete die „queere, antikapitalistische“ Plattform TVWOW mit der 5-teiligen Miniserie Happy Queers (kostenlos und ohne Anmeldung), in der fünf queere Künstler*innen/gruppen ihre Vision von „Reality“ zeigen. Versprochen werden „postkapitalistische Kinkszenen“, ein Einsatz der „Genderpolizei“, trashige, queere Adlige in K.U.T.E. - Keeping up with the Empresses und eine Kochshow für „phänomenale Pasta“.

 

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