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K-Word #474: Neues aus der Lesbenwelt

30.9.2022 - „Princess Charming“-Star Hanna in neuer RTL-Show, „The L Word“-Happy End für Bette & Tina? Nikki Blonsky verlobt, Cynthia Erivo, Cobie Smulders, Lesbenplot bei „Sturm der Liebe“, Film- und Serientipps - und mehr!

Von Karin Schupp

30.9.2022 - Princess Charming-Prinzessin Hanna Sökeland, die sich seit ihrem Auftritt in der Datingshow und ihrem Playboy-Cover (K-Word #468) rar gemacht hat (aber noch mit ihrer Auserwählten Jessi glücklich ist), taucht jetzt in der RTL-Primetime wieder auf: Als Kandidatin der neuen Spielshow RTL Wasserspiele mit, die gerade in der „Wasserwelt“ des Europaparks Rust gedreht wurde, tritt sie unter anderem gegen Lola Weippert, Moderatorin der Princess Charming-Wiedersehenssendungen, und erfahrene RTL-Reality-Profis wie trans Model Benjamin Melzer (Sommerhaus der Stars) an. Die Show wird am 22. Oktober ausgestrahlt. 

Nikki Blonsky, die mit dem Musicalfilm Hairspray (2007, mit John Travolta und Michelle Pfeiffer) bekannt wurde und sich 2020 als lesbisch outete (K-Word #359), hat sich verlobt. „Ich bin so unglaublich verliebt in dich, und meine Liebe für dich ist endlos“, schwärmte die 33-Jährige auf Instagram von ihrer Verlobten, der nichtbinären Schmuckdesigner:in Hailey Jo Jenson. Dass sie ein Paar sind, ist seit Juni bekannt.

Die Oscar-nominierte Schauspielerin Cynthia Erivo (Harriet) sprach über die Kraft, die ihr ihr bisexuelles Coming-out gegeben hat. Als Jugendliche habe sie „nicht einmal die Sprache [gehabt], um zu wissen, was los war“, sagte sie in der Kelly Clarkson Show. „Ich habe es erst viel später gemerkt, und es ist wunderbar, einfach ich selbst zu sein. Ich glaube, das hat mir kreativ den Raum gegeben, alles loszulassen, was ich versteckt habe. Wenn du die Energie davon nimmst, etwas zu verbergen, das so sehr ein Teil von dir ist, dass du es nicht verstecken kannst, kannst du sie anderswo einsetzen und mehr wunderbare Dinge schaffen.“ Die Britin (35) outetet sich im August 2021 beiläufig, als sie in einem Interview über ihr lesbisches Musikvideo „The Good“ sagte: „Es ist nicht unbedingt autobiografisch, aber ich bin queer.“ Im Sommer sprach sie in der Vogue zum ersten Mal ausführlicher über ihre Bisexualität (K-Word #463). Erivos aktueller Film Pinocchio steht bei Disney+.

Während des Lesbenfestivals The Dinah am letzten Wochenende in Palm Springs wurde Staffel 3 von The L Word: Generation Q mit einem Umzugswagen und dem Spruch „TiBette is Endgame?“ beworben, frei übersetzt: Läuft’s auf ein Happy End für Tina und Bette hinaus? Die mit mehr neuen als Original-Charakteren rebootete Lesbenserie besinnt sich jetzt also auf das Traumpaar der ersten Stunde, das sich im Cliffhanger der zweiten Staffel bedeutungsschwanger gegenüber stand (siehe auch den Vorschau-Clip in K-Word #473). „Nachdem sie so viel gemeinsame Geschichte haben, sind sie gezwungen, eine Antwort zu geben: Wird es diesmal anders sein, oder ist es ein bisschen zu spät?“, teaserte Showrunnerin Marja-Lewis Ryan an. Ich kann dazu nur sagen: Wenn sie die TiBette-Fans mit falschen Versprechungen locken sollte, kann sie sich schon mal auf einen gewaltigen Shitstorm gefasst machen! In den USA geht’s am 18. November weiter, einen deutschen Termin bei Sky/ WOW gibt’s noch nicht.

Zurück ins biedere deutsche Fernsehprogramm: Nach Sarahs und Jennys Wegzug aus der bayerischen Soap Dahoam is Dahoam (K-Word #472) verspricht die ARD-Telenovela Sturm der Liebe (Mo-Fr, 15:10 Uhr) Ersatz: Eigentlich planen die Hotel-Portierin Vanessa (Jeannine Gaspár) und die Reitlehrerin Carolin (Katrin Anne Heß) eine Doppelhochzeit mit ihren – männlichen – Verlobten. Aber seit Carolin einen romantischen Traum mit Vanessa hatte, ist sie gefühlsmäßig irritiert und geht ab der heutigen Folge auf Abstand… bis sie sich in drei Wochen dann endlich näherkommen... aber was wird dann bloß aus ihren Verlobten? Klingt nach einer klassischen Soap-Lesben-Story von der Stange, für die ihr euch nicht zwingend in eine neue Serie einarbeiten müsst. Aber ich halte euch auf dem Laufenden, wenn was Spannendes passiert!

Gestern ist in The Voice of Germany die lesbische, nichtbinäre Kandidatin Jay ausgeschieden (K-Word #472), aber dafür könnt ihr jetzt in der Sat.1-Kochshow The Taste (Mi, 20:15 Uhr) der lesbischen Köchin Vick (34) zuschauen. Die Fränkin mit puertoricanischen Wurzeln kochte sich mit einem Gericht, das es zur Hochzeit mit ihrer Frau gab, in das Team von Alexander Herrmann.

Kaum zu glauben, dass sie’s nicht wusste, aber so – siehe unten - reagierte Ex-How I Met Your Mother-Star Cobie Smulders, als sie beim Filmfestival in Toronto hörte, dass sie „eine Art lesbische Ikone“ ist. „Wirklich? Das ist mir neu!“, sagte sie überrascht und stellte die Theorie auf, dass sie das ihrer Rolle als Maria Hill in The Avengers zu verdanken habe – viele Fans hätten die S.H.I.E.L.D.-Agentin ja gerne mit Black Widow (Scarlett Johansson) verkuppelt. Ihre Zeit bei The L Word– in Staffel 2 hatte sie eine Affäre mit Helena – holte sie erst nach Nachfrage aus den Tiefen ihres Gehirns („Das war cool, vor langer Zeit, vor langer Zeit.“), ihre Rolle als bisexuelle Detektvin in der kurzlebigen Serie Stumptown (K-Word #352) hat sie wohl ganz vergessen. Smulders ist in der neuen Serie High School über die Jugend des kanadischen Popduos Tegan and Sara als Mutter der lesbischen Zwillinge (gespielt von den TikTok-Stars Railey und Seazynn Gilliland) zu sehen sein. Start ist am 14. Oktober bei Amazon Freevee.

Emilia „Milla“ Fester (Bündnis 90/ Die Grünen), mit 24 Jahren das jüngste Mitglied des Deutschen Bundestags, thematisierte zum ersten Mal öffentlich ihre Bisexualität. „Es ist keine Phase – es ist eine Identität. Als bisexuelle Frau muss ich mich noch viel zu oft dafür rechtfertigen. So sollte es niemandem gehen“, schrieb sie am 23. September, dem internationalen Tag für bisexuelle Sichtbarkeit, auf Instagram. Als queer hat sich die Hamburgerin bereits im August anlässlich des Hamburg Pride geoutet: „Als queere Person ist die Community ein wichtiger Ort für mich.“ Fester ist nach der Grünen-Chefin Ricarda Lang (K-Word #441) die zweite offen bisexuelle Bundestagsabgeordnete.

Neu bei Amazon Prime: Die Comedyserie The Sex Lives of College Girls erzählt von vier Studienanfängerinnen an einem College in Vermont und – man ahnt es – von ihrem Sexualleben. Eine der vier Hauptfiguren ist die Schranklesbe Leighton (Renée Rapp), die aus reichem Hause stammt und sich ausgerechnet in die queere, feministische Aktivistin Alicia (Midori Francis) verliebt.

Um Sex geht’s auch in Heartbreak High (neu auf Netflix). Das Remake einer australischen Jugendserie aus den Neunzigern wird gerne mit der Netflix-Serie Sex Education verglichen, ist aber ernster und viel queerer. Im Mittelpunkt steht die zerbrochene Freundschaft zwischen zwei heterosexuellen Teenagerinnen, Harper (Asher Yasbincek) und Amerie (Ayesha Madon), die gerade zur meistgehasstesten Person der Schule wurde, aber um sie herum sind fast alle queer, allen voran ihre besten Freund:innen: Sasha (Gemma Chua-Tran), Missy (Sherry-Lee Watson), Quinni (Chloé Hayden) und Darren (James Majoos). Auf l-mag.de stellen wir weitere lesbische Serien und Filme bei Netflix und bei Disney+ vor, am Wochenende folgt eine Liste für Amazon Prime Video.

Der schwedische-norwegische Spielfilm So Damn Easy Going wird heute in Freiburg mit dem Queerscope-Debütfilmpreis ausgezeichnet (Queerscope ist der Dachverband der unabhängigen queeren Filmfestivals im deutschsprachigen Raum). In der Romanverfilmung muss Joanna (Nikki Hanseblad) schon seit einigen Tagen ihre ADHS-Erkrankung ohne Tabletten aushalten, weil sie nicht das nötige Geld für ein neues Rezept hat. Und dann lernt sie ihre neue Mitschülerin Audrey (Melina Benett Paukkonen) kennen, die sie auf eine ganz andere Weise nervös macht… Regisseur Christoffer Sandler erzählt nicht nur eine zarte Lovestory, sondern versucht auch, mit visuellen und akustischen Effekten zu vermitteln, wie es Menschen mit ADHS ergeht. Schaut in den Programmen der kommenden LGBTQ-Filmfestivals nach dem Film, im Dezember läuft er in der bundesweiten Queerfilmnacht.

Die lesbische Schauspielerin Amandla Stenberg (Die Tribute von Panem) ist jetzt auch musikalisch unterwegs. Die Ex von Popsängerin King Princess (K-Word #257) steuerte den Song „Alice“ zum Soundtrack ihres neues Films Bodies Bodies Bodies bei. In der Slasherkomödie besucht sie mit ihrer neuen Freundin (Maria Bakalova) eine Party ihres reichen Freundeskreises, zu dem auch ihre Ex (Myha'la Herrold) gehört - und der Abend wird bald zum Horrortrip, als ein Gast nach dem anderen ermordet wird (Kinostart: 27. Okt.).

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Weiterlesen: K-Word #473: Neues aus der Lesbenwelt

 

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