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K-Word #481: Neues aus der Lesbenwelt

18.11.2022 - Deutschlands einzige Lesbenserie „Loving Her“ kommt zurück, „The L Word: Generation Q“ ist wieder da, sexueller Übergriff bei „Princess Charming“, Hanna Sökeland, Luna, Brandi Carlile, Ashlyn Harris, in „Sturm der Liebe“ stürmt’s lesbisch - und mehr!

Von Karin Schupp

18.11.2022 - Letzte Woche begannen in Berlin die Dreharbeiten zur zweiten Staffel von Loving Her (unsere Serienkritik), Deutschlands erster - und immer noch einziger Lesbenserie. Hauptfigur Hanna (Banafshe Hourmazdi) arbeitet inzwischen bei einem Szenemagazin und weiß immer noch nicht genau, was sie will – außer endlich mal wieder eine neue Loverin. Und die tritt auch tatsächlich in ihr Leben und bringt einiges durcheinander... Mit dabei sind auch wieder Hannas Jugendliebe Franzi (Lena Klenke) und ihre Ex-Affären Lara (Emma Drogunova) und Josephine (Karin Hanczewski,  unser Interview). Wann die neuen Folgen laufen, steht noch nicht fest, Staffel 1 steht in der ZDF-Mediathek.

Auch die Mutter aller Lesbenserien, The L Word: Generation Q, ist zurück, bisher aber leider nur in den USA: Dort startete heute die dritte Staffel mit der Auflösung des Cliffhangers im letzten Staffelfinale: Nach der Trennung von Carrie (Rosie O’Donnell) tauchte Tina (Laurel Holloman) bei ihrer Ex-Frau Bette (Jennifer Beals) auf – werden es „TiBette“ womöglich noch einmal miteinander versuchen?!? Danach gibt‘s einen Zeitsprung von einem Jahr, Angie (Jordan Hull) geht jetzt aufs College, Finley (Jacqueline Toboni) kehrt von ihrem Entzug zurück zu Sophie (Rosanny Zayas), Maribel (Jillian Mercado) will ein Kind mit Micah (Leo Sheng), Shane (Kate Moennig) und Tess (Jamie Clayton) sind noch zusammen, ebenso Dani (Arienne Mandi) und Gigi (Sepideh Moafi), aber Alice (Leisha Hailey) hat sich von Tom (Donald Faison) getrennt. Neue Rollen spielen unter anderem die lesbischen Musikerinnen Kehlani und Fletcher. Einen deutschen Starttermin gibt’s noch nicht.

Country-Star Brandi Carlile beginnt jetzt auch, im Rock-Genre abzuräumen. Die lesbische Musikerin (K-Word #450), die bereits sechs Grammys im Schrank stehen hat, könnte bei den kommenden Grammy Awards (am 5. Feb. in L.A.) sieben weitere Trophäen des renommierten Musikpreises gewinnen: Ihr Song „Broken Horses“ bekam Nominierungen als Best Rock Song und Best Rock Performance, „You and Me on the Rock“ ist in den Kategorien Record of the Year, Best American Roots Song und Best Americana Performance nominiert, ihr Album „In These Silent Days“ als Album of the Year und Best Americana Album.

Zu den weiteren queeren Grammy-Nominierten gehören Sam Smith und die deutsche trans Sängerin Kim Petras mit ihrem Welthit „Unholy“, die bisexuelle Brasilianerin Anitta, die italienische Rockband Maneskin mit der bisexuellen Bassistin Victoria de Angelis, und mit fünf Nominierungen die Rapperin Doja Cat, die immer wieder damit kokettiert, bisexuell zu sein.

Und noch ein Musikpreis: Die lesbische Sängerin Luna (K-Word #413) ist in der Kategorie Beste Künstlerin für die 1LIVE Krone nominiert. Für Deutschlands größten Radiopreis könnt ihr hier abstimmen (und zwar täglich neu, es ist also ein Award für besonders aktive Fans!).

Dass es in der ersten Staffel von Princess Charming einen sexuellen Übergriff gab, ist schon seit Monaten vage bekannt – jetzt sprach Ex-Kandidatin Johanna Klartext: Es war Wiki, die sich vor der fünften Entscheidungsnacht dicht neben sie gelegt habe, als sie schon schlief. „Sie hat versucht, mich zu küssen“, sagte Jo in einem Video auf Instagram. Ihr Nein habe sie nicht akzeptiert, sondern „sie hat sich auf mich gelegt und meine Arme über meinem Kopf festgehalten. Und hat abermals versucht, mich zu küssen.“ Wiki, die als Wikiriot auf Instagram queere und feministische Aufklärung betreibt und schon häufig betont hat, wie wichtig „Konsens“ ist, bestätigte daraufhin in einem eigenen Video Jos Schilderungen. „Ich weiß, dass das, was ich damals Johanna bei Princess Charming angetan habe, sehr übergriffig war und es tut mir unheimlich leid“, sagte sie. Ihr Verhalten sie „mit nichts zu rechtfertigen“, und sie könne jetzt nur ihr „Verhalten reflektieren und verantwortungsvoll mit meiner Schuld umgehen.“ In ihrem Podcast Princeless Diaries ergänzte Jo, dass sie bisher geschwiegen habe, weil sie „Personen, die gut für die Community sind, nicht angreifen“ und „dem Format nichts Böses“ wollte. Zudem deutete sie an, dass sie Angst davor hatte, die Vertraulichkeitsklausel in ihrem RTL-Vertrag zu brechen, und dass ihre Bemühungen, mit Wiki gemeinsam an die Öffentlichkeit zu treten, gescheitert seien. Die heute Mittag auf Instagram veröffentlichtePrincess Charming-Stellungnahme - sie hätten davon nichts gewusst und andernfalls sofort gehandelt, kommentierte Jo empört: „Ich bin von eurer toxischen Verharmlosung und nicht zuletzt euren Lügen abgrundtief geschockt.“

US-Fußballstar Ashlyn Harris hat ihre Karriere beendet. Die frühere Nationaltorhüterin, die den Weltmeisterinnen-Teams 2015 und 2019 angehörte, sagte in einer Rede auf dem Players’s Ball des US-Frauenfußballverbands: „Es war ein unglaublicher Lauf. Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe, aber noch viel mehr bin ich stolz auf die Frau, die ich geworden bin.“ Die 37-Jährige outete sich 2019, als sie und ihre langjährige Freundin und Teamkollegin Ali Krieger ihre Verlobung bekanntgaben. Inzwischen sind sie verheiratet und haben zwei Kinder adoptiert (K-Word #469). In diesem Jahr wechselte das Paar von Orlando Pride zum New Yorker Club Gotham FC, wo Harris nach einer Knie-Operation im September aber nicht mehr im Einsatz war.

Sturm der Liebe-Update: In der lesbischen Storyline, die die ARD-Soap seit September erzählt (K-Word #474), fahren bei Vanessa (Jeannine Gaspár) die Gefühle Achterbahn, nachdem es am Dienstag zu einem zweiten Kuss mit Carolin (Katrin Anne Heß) gekommen war. Auch wenn ihre Hin-und-Her-vor-und-zurück-Lovestory ab kommendem Dienstag in jeder Folge Thema ist, wird es sich – auch wegen mehrerer Fußball-WM-Pausen - noch bis Weihnachten hinziehen, bis Vanessa endlich eine Entscheidung trifft (Mo-Fr, 15:10 Uhr).

Jetzt bei Netflix: Jen (Christina Applegate) und Judy (Linda Cardellini) kehren mit der dritten und letzten Staffel von Dead to Me zurück. Und auch Judys Staffel 2-Loverin Michelle (Natalie Morales), die sich als Ex von Kommissarin Ana Perez (Diana-Maria Riva) entpuppte, spielt wieder mit. Liz Feldman (K-Word #87), die lesbische Schöpferin der schwarzen Komödie, arbeitet schon an der nächsten Comedyserie für Netflix - wenn sie gerade nicht mit Windelnwechseln beschäftigt ist: Im Oktober wurden sie und ihre Frau, die Musikerin Rachael Cantu, Eltern.

In der britischen Dramedy Tell Me Everything geht’s in erster Linie um den 16-jährigen Jonny (Eden H. Davies), der sich mit Familienproblemen, Panikattacken und einer nicht diagnostizierte Depression herumschlagen muss, aber zu seinen Freundeskreis gehört auch die lesbische Regan (Tessa Lucille), die im letzten Drittel der Staffel Jaz (Juliette Alexandra) näher kommt. Alle sechs Folgen laufen am 18. Nov. ab 20:15 Uhr bei ZDFneo und stehen schon jetzt in der ZDF-Mediathek.

Hanna Sökeland aka Princess Charming II. rasierte sich aus Solidarität mit den Frauen im Iran und dem brutalen Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte gegen Protestierende die Haare – diese Geste machten vor ihr auch schon viele Promis wie Juliette Binoche, Marion Cotillard, Meret Becker und Jasmin Tabatabai, die sich allerdings meist nur von einer Strähne trennten.

Katy Karrenbauer, deren Rolle als lesbische Knast-Butch „Walter“ in Hinter Gittern – Der Frauenknast (RTL, 1997-2007) immer noch ihre bekannteste ist, zieht heute ins Promi Big Brother-Haus ein (Sat.1, 18. Nov., 20:15 Uhr). Deutschlands beste TV-Lesbe, die nicht lesbisch ist, wird die Zeit wohl auf einer Arschbacke absitzen, denn immerhin war sie 2011 schon im Dschungelcamp und belegte damals den zweiten Platz.

Die Doku Born for this zeigte vor der Fußball-EM in drei Folgen, wie sich das DFB-Team auf das Turnier vorbereitete, und Nationalspielerin Sara Doorsoun nahm das zum Anlass, ihre Beziehung mit Princess Charming-Gewinnerin Lou Schaaf (auch jenseits ihres Instagram-Account) öffentlich zu machen (K-Word #463). Nun zeigen drei weitere Folgen, wie das Team die EM erlebte und freundschaftlich zusammenwuchs. Zu sehen sind sie ab 19. Nov. bei Sky, Magenta TV und discovery+ und ab 30. Nov. beim Free-TV-Sender TLC.

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