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K-Word

K-Word #502: Neues aus der Lesbenwelt

14.4.2023 - Brittney Griner kündigt Buch über ihre Knastzeit in Russland an, Kristen Stewart, Hayley Kiyoko, Romy Madley Croft, „The Five Devils“, „Ted Lasso“ goes queer und weitere Serien- und Filmtipps.

Von Karin Schupp

14.4.2023 - US-Basketballstar Brittney Griner (Phoenix Mercury) hat ein Buch über ihre 10-monatige Haft in Russland angekündigt und sich in diesem Zusammenhang zum ersten Mal seit ihrer Freilassung im Dezember 2022 (K-Word #484) öffentlich dazu geäußert. Ihre Festnahme in Moskau „war der Beginn eines unfassbaren Abschnitts in meinem Leben, über den ich erst jetzt sprechen kann“, schrieb die zweifache Olympiasiegerin am Mittwoch auf Instagram. „Der Hauptgrund, warum ich an diesem Tag zur Arbeit [bei ihrem Zweit-Club UMMC Jekaterinburg, Anm. d. Red.] nach Russland zurückreiste, war, dass ich meine Frau, meine Familie und meine Mannschaftskameradinnen stolz machen wollte.“ Sie sei „so dankbar für die große Unterstützung von Menschen aus aller Welt“ und wolle mit dem Buch (das im Frühjahr 2024 erscheint) „auch das Bewusstsein für andere Amerikaner schärfen, die zu Unrecht im Ausland festgehalten werden.“

Zu ihrem 33. Geburtstag am 9. April bekam Kristen Stewart von ihrer Verlobten Dylan Meyer (K-Word #428) eine herzhafte Liebeserklärung: Sie liebe sie nicht nur „mehr als alle Mondphasen, alle Katzen in L.A.“, schrieb die Drehbuchautorin auf Instagram, sondern auch „mehr als eine Pizza von Domino's, wenn du bekifft bist, einen Fisch-Taco von Ricky's, wenn du verkatert bist, und sogar mehr als einen Teller Wings - heiß und extra knusprig - von Rustic.“ Die Läden „Ricky’s“ und „Ye Rustic Inn“ liegen übrigens in Los Feliz, einem Promi-Stadtteil von Los Angeles, was ein Hinweis darauf sein könnte, wo die beiden wohnen…

Noch eine Liebeserklärung: Hayley Kiyoko holte während ihres Konzerts in London ihre Freundin Bella Tilley auf die Bühne und sang für sie (mit dem Publikum) ihr Liebeslied „Pretty Girl“. Mit der Ex-Bachelor-Kandidatin ist die lesbische Sängerin seit 2018 zusammen, ihre Beziehung machte das Paar aber erst letztes Jahr öffentlich (K-Word #457), nachdem Becca in ihrem Video zu „For The Girls“ mitgespielt hatte.

Ted Lasso goes queer: In der dritten Staffel der Feelgood-Serie über einen Fußballclub in London (aktuell bei Apple TV+) stellt sich raus, dass Linksverteidiger Colin (Billy Harris) schwul ist (allerdings - noch - nicht offen), und in Folge 4 bändelt Keeley (Juno Temple) mit Jack (Jodi Balfour, For All Mankind), der Investorin ihrer neuen PR-Firma, an. Ob aus den beiden ein Paar wird, ist allerdings fraglich - die Zeichen weisen mehr auf ein Happy End zwischen Keeley und ihrem Ex Roy hin.

Für Jodi Balfours Verlobte (K-Word #468) Abbi Jacobson ist es jetzt offiziell: Die Showrunnerin und Hauptdarstellerin der queeren Frauenbaseball-Serie A League of Their Own bekommt nur noch eine Ministaffel mit vier Episoden. Der  Streamingdienst Amazon Prime bestätigte am Mittwoch die betrübliche Nachricht, die bereits vor einem Monat bereits geleakt wurde (K-Word #498). Hoffentlich handelt es sich dabei wenigstens um 90-minütige Folgen!

Serien-News: Ab 17. April läuft bei Warner TV Serie Staffel 2 von Para – Wir sind King (Mo, 20:15 Uhr) über vier beste Freundinnen in Berlin-Wedding, die auch hier wieder auf eine Idee kommen, illegal Para (= Geld) zu machen. Und anders als in Staffel 1 darf die lesbische Fanta (Jobel Mokonzi) auch liebesmäßig etwas erleben - und gerät dabei in eine Dreierbeziehung.

Zu Disney+ kommen am 17. April Grey’s Anatomy (Staffel 19) und Seattle Firefighters (Staffel 6). Ein queerer Neuzugang im traditionell LGBTQ-freundlichen Cast der Krankenhausserie ist die lesbische Assistenzärztin Mika Yasuda (Midori Francis), im Grey’s Spinoff versuchen das Ehepaar Maya (Danielle Savre) und Ex-Grey’s-Ärztin Carina (Stefanie Spampinato) derzeit, ein Kind zu bekommen. Beide Staffeln starten am 24. April auch bei ProSieben.

Ebenfalls neu zu Disney+ kommt ab 19. April die zweite Staffel von How I Met Your Father. In den neuen Folgen der Comedyserie, die im selben Universum wie der Sitcom-Hit mit der „Mother“ spielt, hat die lesbische Ellen (Tien Tran) endlich eine größere Rolle - und eine Freundin (die allerdings nicht oft auftaucht).

Der mystische Thriller The Five Devils,aktuell im Kino, erzählt auch eine queere Lovestory: Die 8-jährige Vicky (Sally Dramé), die mit ihrem Eltern Joanne (Adèle Exarchopoulos, Blau ist eine warme Farbe) und Jimmy (Moustapha Mbengue) an einem See in den Bergen lebt, hat nicht nur einen hohen Geruchssinn, sondern kann auch mit Hilfe von Düften in die Vergangenheit reisen. Als Jimmys Schwester Julia (Swala Emati) zu Besuch kommt, transportiert sich Vicky in die Jugend der drei und entdeckt dabei so einige Familiengeheimnisse, etwa dass Joanne und Julia ein Paar waren – bis etwas passierte und Julia die homophobe, rassistische Kleinstadt verließ… The Five Devils läuft auch bei den Lesbischen Filmtagen in Mannheim (20.-26. April – hier das komplette Programm) und kommt im Juni zum Streamingdienst MUBI.

Viele queere Filme zeigt auch das Internationale Frauen Film Fest in Dortmund  (18.-23. April), vor allem - aber nicht nur - in der Sektion „begehrt! filmlust queer“. Ein paar Tipps: Aus Brasilien stammen die Dokumentation Blooming on the Asphalt, in der Caroci Ruiz den queeren Freund:innenkreis ihres Kindes porträtiert, und der preisgekrönte Spielfilm Rule 34 über eine auf Missbrauchsfälle spezialisierte Anwältin, die in die Welt des BDSM eintaucht. In Breaking The Ice (Österreich) verlieben sich zwei junge Spielerinnen eines Eishockeyteams ineinander, Wolf and Dog (Portugal/ Frankreich) erzählt von queeren Teenager:innen auf einer Azoren-Insel, und in dem italienischen Stummfilm Filibus aus dem Jahr 1915 überschreitet die Schauspielerin Valeria Creti Gendergrenzen. L-MAG ist Medienpartnerin des Festivals, und mehr über das Programm erfahrt ihr am Wochenende hier auf l-mag.de.

Jetzt in der Arte-Mediathek: Tristan Ferland Milewski begleitet in seinem Dokumentarfilm Hass gegen Queer mehrere Opfer LGBTQ-feindlicher Gewalt, darunter das deutsch-französische Paar Charlotte und Linda (s. Foto), das an der Bushaltestelle vor den Augen ihrer 3-jährigen Tochter verprügelt wurde, den Bremer Max, der als Schüler von einem homophobem Online-Stalker verfolgt wurde, und Ria und Leo, die in der Berliner Ballroom Community einen sicheren Ort gefunden haben.

Romy Madley Croft ließ sich für ihre neue Single „Enjoy Your Life“ von der Zeile „My mother say to me: Enjoy our Life” in B. Glenn-Copelands Song „La Vita“ inspirieren. „Als ich die Zeile hörte, war ich sprachlos“, sagte die The xx-Sängerin, deren Mutter starb, als sie noch ein Kind war, dem Magazin NME. Seitdem habe der Satz „Das Leben ist kurz“ ebenso eine Bedeutung für sie wie Menschen, die „versuchen, das Positive im Leben zu sehen, auch wenn die Dinge schief laufen und die Zeiten hart sind.“ Das Video drehte Romys Frau, die Filmemacherin und Fotografin Vic Lentaigne (K-Word #421).

 

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