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K-Word #527: Neues aus der Lesbenwelt

6.10.2023 - Kerstin Ott bricht Klick-Rekorde auf Youtube, lesbische Liebe in der ZDF-Reihe „Inga Lindström“, Rebel Wilson, „Princess Charming“, Fußballnationalspielerinnen-Paar bekommt Zwillinge, wird Inka Grings Bundestrainerin? TV- und Filmtipps - und mehr!

Von Karin Schupp

6.10.2023 - Beeindruckend: Die Aufrufe von Kerstin Otts Video zu „Regenbogenfarben“ (2018) haben in dieser Woche die 100 Millionen-Schwelle überschritten. „Ich bin stolz auf unsere kleine Hymne“, kommentierte die lesbische Sängerin gestern „positiv geschockt“ auf Instagram. „Regenbogenfarben“ ist in Text und Bildern kompromisslos queer: Der Clip zeigt eine Lesbenhochzeit, schwule Väter, viele Regenbogenfahnen und einen Kuss zwischen Kerstin und ihrer Frau Karolina. Bei diesem Zeichen für LGBTQ-Akzeptanz muss man kein Schlager-Fan sein, um anerkennend zu gratulieren!

Schweden, heterosexueller Herzschmerz und hölzerne Dialoge – das ist die ZDF-Filmreihe Inga Lindström. In der Folge „Einfach nur Liebe“, die am letzten Sonntag lief (hier in der Mediathek), gab es jedoch einen kleinen - für das ZDF aber durchaus gewaltigen - Unterschied: Erzählt wird (unter anderem) die Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen! Maja (Mersiha Husagic) kehrt nach dem Tod ihres Vaters mit ihrem Freund auf die Insel ihrer Kindheit zurück. Dort trifft sie ihre Sandkastenfreundin Lucinde (Xenia Assenza), „macht eine überraschende Entdeckung und betritt einen ganz neuen Weg“, wie es in der Inhaltsbeschreibung heißt. Bei so viel Kryptik überrascht es regelrecht, dass es nicht bei keuschen Küsschen bleibt: Am Ende gibt es sogar eine veritable lesbische Sexszene!

Lesbische Fußballerinnen und Kinder – das ist ja längst nichts Besonderes mehr. In Mexiko aber wurden jetzt zum ersten Mal zwei Nationalspielerinnen gemeinsam Eltern: „Willkommen auf der Welt, Kenzo und Nova. Wir sind die glücklichsten Mütter der Welt“, begrüßten die Mexikanerinnen Bianca Sierra und Stephany Mayor ihre neu geborenen Zwillinge Anfang der Woche auf Instagram. Das Paar outete sich 2016 auf Twitter und wechselte danach wegen homophober Anfeindungen zu Clubs im Ausland (K-Word #209). Vom damaligen Nationaltrainer wurden die beiden langjährigen Nationalspielerinnen danach nicht mehr berufen, erst dessen Nachfolger holte sie ein Jahr später wieder zurück in den Kader. Inzwischen lebt das Paar wieder in Mexiko und spielt bei den Tigres UANL.

Rebel Wilson (Pitch Perfect) hat ihre Memoiren angekündigt. In „Rebel Rising“ schreibe sie über „alles von Gewichtszunahme und -abnahme, Sexualität, Fruchtbarkeitsproblemen, der Überwindung von Schüchternheit, Zurückweisungen usw.“, verspricht die australische Schauspielerin, die im letzten Jahr ihre Beziehung mit ihrer Freundin Ramona Agruma (K-Word #460) öffentlich machte, seit Herbst sind sie dank einer Leihmutter Eltern einer Tochter (K-Word #480).  Das Buch erscheint im April 2023.

In der aktuellen Folge 6 von Princess Charming (jetzt bei RTL+) wird mit Elefanten gekuschelt, es geht um Sex und Ananas, und Natalie kriegt einfach nicht die Kurve bei Madleen. Dafür klettern Aleyna und Melanie auf der Liebesleiter nach oben, und am Ende sind nur noch die sechs Singles übrig, denen tatsächlich potenziell zuzutrauen ist, das Herz der Princess zu erobern – eine klare Favoritin zeichnet sich aber noch nicht ab. Lest am Samstag unseren Folgenrückblick auf l-mag.de.

Im RTL+-Podcast Aftershow  könnt ihr die ausgeschiedenen Kandidatinnen Nora (in Folge 2 raus) und Stephie hören. Letztere schwärmt darin von der Kussparty am Pool in Folge 5: „Das war das Beste an der Show. Das Rumknutschen hat sehr viel Spaß gemacht.“ Dass sie trotz ihres Kusses mit Madleen noch am selben Abend rausflog, tat - auch wenn's „sowieso nicht gepasst“ hätte - „schon weh, das geht nicht spurlos an mir vorbei. Es kratzt schon am Ego.“ Auch Nora (die eigentlich nur ihre Outfits in der Show bedauert) erklärt, dass Madleen nicht ihr Typ war, glaubt aber, dass sie im „echten Leben mehr gevibt“ hätten. Trotz des fehlenden Happy Ends schließen beide nicht aus, noch mal an Princess Charming teilzunehmen – oder vielleicht eher bei Charming Girls: „Ich wäre die Erste, die sich bewerben würde“, sagt Nora.

Sorry, das kommt ein paar Wochen verspätet, da ich Hetero-Realityshows nicht verfolge, aber: Datingshow-Hopperin Carina (Love Island, Are You The One, Ex on the Beach 4) ist jetzt mit einer Frau zusammen. Die 24-Jährige, die bei Ex on the Beach mit einem Mann namens Yasin zusammenkam, war während der Ausstrahlung der Sendung im Sommer bereits mit der TikTokerin Chica liiert. „Wir wollen Kinder haben, ich will heiraten und endlich ankommen im Leben. Das mit dem TV sollte nicht weiter gehen, bis ich Mitte 30 bin“, sagte Carina im (eben schon erwähnten) RTL+-Podcast Aftershow.

Noch ist Martina Voss-Tecklenburg Fußball-Bundestrainerin, und doch ist die Diskussion um ihre Nachfolge voll entbrannt – auch Spielerinnen wie Alex Popp und Lena Lattwein fordern eine Lösung bis zum 27. Oktober, wenn das nächste Nations League-Spiel gegen Wales ansteht. Ob MVT, die derzeit krankgeschrieben ist, auf die Trainerbank zurückkehren will, ist nicht bekannt, aber viele plädieren für einen Neuanfang. Auf der Shortlist des DFB stehen laut sportschau.de Stefan Kuntz und Inka Grings. Die Ex-Nationalspielerin, die sechs Jahre lang mit Voss-Tecklenburg liiert war, coacht allerdings erst seit Jahresanfang die Schweizer Nationalelf (K-Word #482); zuvor trainierte sie unter anderem den Männer-Regionalligisten SV Straelen, dem Voss‘ Mann Hermann Tecklenburg vorsteht. Der wiederum schlug seine Frau als neue DFB-Sportdirektorin vor, falls sie „ihren aktuellen Job nicht weitermachen oder weitermachen“ dürfe. „Martina zu verlieren, wäre ein Riesenfehler“, sagte er der Bild.

TV-Tipp Clashing Differences: Eine feministische Stiftung ist im Stress: Um ihr Panel bei einer Frauenkonferenz diverser zu gestalten, was People of Color, Queere und Behinderte angeht, wird hektisch eine neue Gästinnenliste aufgestellt. Bei der Vorbereitung auf das Event im ländlichen Brandenburg wird aber schnell klar, dass es zwischen den Eingeladenen wenige Gemeinsamkeiten gibt – und schon fliegen die Fetzen zwischen radikal und realpolitisch, queer und hetero, queerfeministisch und oldschool. Moderatorin Paula (Lisa Hrdina) entgleitet das Treffen immer mehr, und erschwerend kommt hinzu, dass sie ihre Partner:in Sus (Rabea Lüthi) möglicherweise mit Flora (Jane Chirwa) betrogen hat… Die Filmsatire von Merle Grimme steht jetzt in den Mediatheken von ZDF und Arte, am Montag läuft sie im ZDF (9. Okt., 0:20 Uhr). Lest nächste Woche unsere Filmkritik auf l-mag.de.

Jetzt bei Netflix: Irgendwo zwischen Euphoria, Sex Education und Noch nie in meinem Leben wird sich wohl die neue britische Serie Everything Now einsortieren: Die 17-jährige Mia (Sophie Wilde) kehrt nach monatelangem Klinikaufenthalt wegen ihrer Essstörung zurück in ihr altes Leben und muss feststellen, dass sich die Welt ohne sie weitergedreht hat. Fest entschlossen, alles Verpasste aufzuholen, versucht sie eine Liste von Dingen abzuarbeiten, die aber immer länger wird. Natürlich geht es auch um den ersten Kuss, das erste Date und den ersten Sex – und auch wenn Mia zunächst Jungs anvisiert, verliebt sie sich Hals über Kopf in Carli (Jessie Mae Alonzo)…

Nach Seattle Firefighters gibt‘s jetzt eine neue Feuerwehrserie mit queerer Hauptfigur: In Fire Country löscht Eve (Jules Latimer) mit ihrem Team aus Feuerwehrleuten und Strafgefangenen (die damit ihre Haftstrafen verkürzen) Großbrände in Nordkalifornien. Zu Beginn der Serie hat sie einen Flirt mit der Barfrau Aydan (Kaylah Zander), am Ende der Staffel landet sie mit Melody (Brittany Bradford) im Bett, was sich aber schnell als Interessenskonflikt entpuppt… Die Serie steht bei Sky Go und WOW, Staffel 2 ist für nächstes Jahr angekündigt.

Wir kennen Tig Notaro aus ihrer semiautobiografischen Serie One Mississippi, aus Star Trek: Discovery und dem Netflix-Film Army of The Dead, in den USA ist die 52-Jährige aber vor allem ein Stand up-Comedy-Superstar mit einem ganz eigenen Stil: Ihre Geschichten - gerne über ihre Ehe mit Stephanie Allynne (Nat in The L Word: Generation Q), ihre Zwillinge (7) und ihre Katzen - erzählt sie mit trockenem Humor und in gemächlichem Tempo. Am 12. Oktober tritt Notaro mit ihrem aktuellen Programm „Hello Again“ in Berlin (Urania) auf - ihr einziger Gig in Deutschland. Wer’s verpasst, kann sich wenigstens mit ihrem Netflix-Special Happy To Be There (2018) trösten.

Heute veröffentlicht die queere Musikerin Alex Lahey die digitale „Expanded Edition“ ihres aktuellen Albums „The Answer Is Always Yes“ mit drei neuen Songs. Im L-MAG-Interview (hier steht's) spricht sie über ihre Texte und verrät, was sie heute ihrem jugendlichen Ich sagen würde und welche Geschichte hinter „Congratulations“ steckt: „Als ich eines Tages auf meinem Handy scrollte, sah ich, dass zwei meiner Ex-Partnerinnen gerade bekannt gegeben hatten, dass sie sich verlobt hatten. Nicht miteinander, sondern mit zwei verschiedenen Menschen. In dem Song geht es darum, dass man ein bisschen verbittert ist, wenn man mit ansehen muss, wie der/ die Ex weiterzieht und heiratet“.

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