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Queerfilmfestival 2026: Liebe, Selbstbestimmung, Widerstand

6.9.2026 - Das Queerfilmfestival zeigt vom 10.-16. September parallel in dreizehn Städten aktuelle LGBTQ-Filme und queere Klassiker. Wir stellen unsere Highlights vor.

Von Karin Schupp

6.9.2026 - Der Sommer endet so langsam und die Zeit der Filmfestivals beginnt. Das Queerfilmfestival beschränkt sich dabei nicht nur auf eine Stadt: Vom 10.-16. September präsentiert es parallel in dreizehn Städten aktuelle LGBTQ-Filme und queere Klassiker. Insgesamt stehen 18 Produktionen im Programm – wir stellen unsere Highlights vor.

 

Bearcave (GR/UK 2026, 121 min., OmU)

Lovestory auf dem Dorf: Bevor Anneta (Pamela Oikonomaki) zu ihrem Freund in die Stadt zieht, wandert sie mit ihrer Sandkastenfreundin Argiro (Chara Kyriazi) zu einer mystischen Bärenhöhle, die sie seit ihrer Kindheit fasziniert – und dabei müssen sich die beiden mit ihren Gefühlen füreinander auseinander setzen. Das Regie-Duo Stergios Dinopoulos und Krysianna Papadakis verspricht „eine bisher unbekannte Perspektive auf das Leben zweier junger queerer Frauen in Griechenland.“

Orte/Termine

Cooking Up Democracy (GER 2026, 87 min., OmU)

Von Taiwan lernen: Die lesbische Filmemacherin Monika Treut begleitet in ihrem neuen Dokumentafilm die trans Ex-Digitalministerin Audrey Tang und – insbesondere queere und feministische - Aktivist:innen in Taiwan. Ihre Frage: Warum erweist sich die dortige Demokratie trotz des Drucks aus China als erstaunlich widerstandsfähig? Und was können sich westliche Demokratien von Taiwans kreativem und inklusivem Demokratieverständnis abschauen?

Orte/Termine

Skiff (BEL 2025, 106 min., OmU)

Erste Liebe & Erwachsenwerden: Malou (Femke Vanhove) ist eine stille Kleinstadt-Jugendliche, die in ihrem Ruderverein gemobbt wird. Doch als sie die neue Freundin (Lina Miftah) ihres älteren Bruders kennen lernt, ändert sich für sie alles: Die beiden verlieben sich ineinander und Malou beginnt, ihre ganze Identität zu hinterfragen.

Orte/Termine

Fantasy (SLO/Nordmazedonien 2025, 98 Minuten, OmU)

Freundinnen-Power und Selbstbestimmung: Mihrije (Sara Al Saleh) und ihre Besties Sina (Mina Milovanović) und Jasna (Mia Skrbinac) leben in einer grauen Plattenbausiedlung und versuchen dort, sich gegen die dominierenden Männer und traditionelle Genderrollen zu wehren. Als die drei die selbstbewusste trans Frau Fantasy (Alina Juhart) kennen lernen, geraten ihre Vorstellungen von Weiblichkeit, Begehren und Identität ins Wanken – und besonders Mihrije entwickelt eine enge Beziehung zu Fantasy.

Orte/Termine

Paris Was a Woman (UK/GER/USA 1996, 75 min., dt.-engl. OV, teilweise mit dt. Untertiteln)

Dokumentarfilmklassiker: Colette, Gertrude Stein und ihre Frau Alice B. Toklas, Djuna Barnes, Sylvia Beach und Natalie Clifford Barney: die Community berühmter lesbischer und bisexueller Künstlerinnen im Paris der 1920er und 1930er Jahre war legendär und wegweisend für den Feminismus. Anhand umfangreichen Archiv- und Filmmaterials, Gemälden, Zeichnungen und Texten wird die Stimmung dieser Zeit wieder zum Leben erweckt. Der Film wird in einer aufwändig restaurierten Fassung gezeigt.

Orte/Termine

Fucking Different Generations (GER 2026, 86 min., OmU)

Queere Generationen: Der siebte Teil der Kompilationsfilmreihe „Fucking Different“ von Kristian Petersen (seit 2005) ist eine Bestandsaufnahme der aktuellen LGBTQ-Communities. In sieben kurzen Spiel- und Dokumentarfilmen beschäftigen sich „Boomer“-Regisseur:innen mit den „Millennials“ und die junge Generation wirft einen Blick auf ältere Queers und ihre Erfahrungen. Die Episoden stammen unter anderem von Monika Treut, Jo Pollux und den queerfeministischen Pornoproduzent:innen Jiz Lee & Shine Louise Houston (Trailer mit Altersbeschränkung).

Orte/Termine 

Queerfilmfestival, 10.-16. Sept. 2026 in Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt/M., Gelsenkirchen, Halle (Saale), Köln, Leipzig, Nürnberg, Potsdam, Saarbrücken, Stuttgart und Wien - alle Infos: queerfilmfestival.net

 

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