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Das LGBT-freundlichste Land Europas ist erzkatholisch – Deutschland nur auf Platz 12

23.5.2018 - In Europa gibt es noch viele Länder, in denen LGBT diskriminiert werden oder sogar in Angst leben müssen, und auch bei uns gibt es trotz Ehe-Öffnung noch Luft nach oben - das zeigt die „Rainbow-Map“, ein Ranking der Lage von LGBT in Europa.

Von Karin Schupp

23.5.2018 - Jedes Jahr untersucht der europäische LGBT-Verband ILGA die Lage von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Menschen in allen 49 Ländern Europas und veröffentlicht die Ergebnisse in Form eines Rankings, der „Rainbow Map“.

Besonders erfreulich ist das Ergebnis nicht: Nur 16 Länder kamen auf mindestens 50 von 100 Punkten, 12 Länder liegen sogar nur bei unter 20 Prozent, was die Gleichstellung und Achtung der Menschenrechte angeht, und der Fortschritt hat sich europaweit insgesamt verlangsamt.

Die Top 3: Malta, Belgien und Norwegen

Das LGBT-freundlichste Land Europas ist - mit 91 Prozent - Malta. Der kleine, erzkatholische Inselstaat, auch schon im Vorjahr Spitzenreiter, bestraft die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung, führte 2015 die europaweit fortschrittlichste Gesetzgebung für Transgender und Intersex-Menschen ein, verbot 2016 als weltweit erstes Land so genannte „Homo-Therapien“, und öffnete 2017 die Ehe für Lesben und Schwule.

Aufsteiger Belgien, im Vorjahr Vierter, überholte in diesem Jahr Norwegen und Großbritannien und landete auf Platz 2. Auch die anderen Top Ten-Plätze werden von westeuropäischen Staaten belegt.

Deutschland liegt bei 59 Prozent und verbesserte sich vor allem durch die „Ehe für alle“ von Platz 14 auf Platz 12. Luft nach oben ist hier beim Familienrecht und vor allem beim Vorgehen gegen Hasskriminalität.

Österreich ist Deutschland dicht auf den Fersen (Platz 13), während es die Schweiz nur ins Mittelfeld schaffte (Platz 22). Das LGBT-freundlichste Land Osteuropas ist Kroatien (Platz 16).

"Populismus und Nationalismus haben nachhaltigen Einfluss"

Düster sieht es am unteren Ende des Rankings aus. Aserbaidschan ist mit nur 4,7 von 100 Punkten wie im Vorjahr Schlusslicht: Hier haben LGBT nicht nur keinen rechtlichen Schutz vor Diskriminierung, sondern werden auch von Politikern homophob beschimpft und sind Polizeirazzien ausgesetzt.

Ganz hinten landen aber nicht nur Länder wie Armenien, Russland, Weißrussland und Moldawien, die seit Jahren ein homo- und transphobes Image haben, sondern auch die Türkei (von Platz 46 auf 47 abgerutscht) und die Kleinstaaten Monaco, San Marino und Liechtenstein.

„Die Arbeit ist noch lange nicht getan. Die schier unglaublichen Errungenschaften des letzten Jahrzehnts stehen auf dem Spiel“, warnte ILGA-Europe-Exekutivdirektorin Evelyne Paradis gegenüber euronews. „Machen wir nicht den Fehler zu glauben, dass wir die Gleichstellung erreicht haben. Es gibt zu viele Anzeichen dafür, dass Trends wie Populismus und Nationalismus nachhaltigen Einfluss auf das Leben der LGBTI-Leute in Europa haben.“

Zur "Rainbow Map 2018" geht es hier.

Weiterlesen: "Rainbow Map 2017: Fortschritt in Europa ist gefährdet"

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