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World OutGames in letzter Sekunde abgesagt

28.5.2017 - Aus finanziellen Gründen wurde das internationale LGBT-Sportevent "World OutGames" in Miami einen Tag vor der Eröffnung abgeblasen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen Veruntreuung von Spendengeldern.

Von Bettina Hagen

l-mag.de, 28.5.2017 – Noch bevor die World OutGames 2017 begonnen haben, waren sie auch schon vorbei. 24 Stunden vor der Eröffnungszeremonie kam am Freitag die Absage per Facebook (siehe unten). In einer knappen Meldung hieß es, dass alle Wettkämpfe, mit Ausnahme von Fußball, Wassersport und Country Western Dance, sowie die offiziellen Feierlichkeiten aus finanziellen Gründen gestrichen wurden. Das begleitende Kulturprogramm und die Menschenrechtskonferenz fänden dennoch statt.

Auf der Website der World OutGames findet sich erst gar kein Hinweis zur Absage, geschweige denn weitere Informationen für die vielen gestrandeten Sportteams und Athleten, die bereits in der Stadt sind.

Es ist ein herber Schlag für all jene, die sich für die 10-tägigen Wettkämpfe aus vielen Ländern der Welt – einschließlich Deutschland - auf den Weg gemacht haben. Zu Recht artikulieren sie ihren Ärger und fordern ihre Teilnahmegebühren zurück. Allein auf der offiziellen Facebook-Seite gibt es über 260 böse Kommentare. Konkrete Zahlen darüber, wie viele Sportlerinnen und Sportler bereits in der Stadt sind, sind derzeit nicht bekannt.

Deutlich weniger als die erwarteten 15.000 Anmeldungen

Laut der Tageszeitung Miami Herald sprachen die Organisatoren noch vor einigen Wochen von nur 2000 Anmeldungen. Gegenüber L-MAG korrigierte Keith Hart, Geschäftsführer der World OutGames, schon im März die Zahl von ursprünglich erwarteten 15.000 Teilnehmern auf 9000 deutlich nach unten (ausführlicher Bericht in der aktuellen Ausgabe von L-MAG).

Gründe hierfür seien die Verunsicherung durch das Massaker in Orlandos LGBT-Club Pulse im vergangenen Jahr und die umstrittene Einreisepolitik der Trump-Regierung.

Eine Entschuldigung für die miserable Kommunikation ist das allerdings nicht. Mit der Last-Minute-Absage haben Teilnehmer und Gäste eine Menge Geld für Flüge und Unterkünfte verloren, die meisten werden ohne sportliche Wettkämpfe wieder nach Hause fahren. Eine herbe Blamage für die Organisatoren und die Stadt Miami, die das Event finanziell unterstützt hat. Sollte sich jetzt noch bewahrheiten, dass Spendengelder unterschlagen wurden, dürfte das der Todesstoß für die World OutGames gewesen sein.

Das LGBT-Sportevent hat sich 2006 von den – größeren - Gay Games abgespalten und wurde seitdem drei Mal ausgetragen, zuletzt 2013 in Antwerpen. Die nächsten Gay Games finden 2018 in Paris statt.

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