Interviews

„Alle brauchen einen Dyke March“

4.7.2018 - Zum 5. Mal geht der Dyke* March in Köln an den Start. Mit Trommelgruppe, Kostümen und jeder Menge Spaß zieht am Vorabend des CSD die Menge für mehr lesbische Sichtbarkeit durch die Großstadt in Nordrhein-Westfalen

Von Dana Müller

04.07.2018 – Als erste Stadt folgte Köln dem Berliner Vorbild. Nur ein Jahr nach der Berliner Premiere 2013 initiierte Barbara Narzinskzi mit
ihren Mitstreiterinnen den Dyke* March in Köln. Getrieben wurde sie dabei vom Wunsch nach mehr „Riot“ (dt: Krawall, Unruhe) und einer stärkeren Lesbenbewegung.


Warum braucht Köln einen Dyke March?

Alle brauchen einen Dyke March! Weil die Welt sich erinnern soll, dass es Lesben gibt und dass es nicht selbstverständlich ist offen zu leben. Auch wenn wir es hier noch relativ gut haben, brauchen wir nur ein bisschen weiter zu schauen, dann geht es mit der Akzeptanz schnell bergab. Es geht mir beim Dyke* March ganz konkret um eine besonders schützenswerte Gruppe an dem Überschneidungspunkt homosexuell und Frauen. In politischen Zeiten, in denen Parteien, wie die AfD, versuchen einfache Lösungen zu geben, braucht es Widerstand. Ich kämpfe dabei für mich, aber auch für meine Neffen und Nichten. Es geht mir darum den Raum zu halten, den jeder so bespielen darf, wie er oder sie es will und deshalb braucht es überall Dyke Marches.

Was ist das Besondere in Köln beim Dyke* March?

Barbara: Die Kölnerinnen scheuen sich nicht, sich zu verkleiden. Wenn man ihnen ein Motto gibt, dann machen sie was damit. Wir
haben drei Stammgruppen, die das immer machen und viele, die sich trauen, auch was anderes anzuziehen. Es ist einfach eine fröhliche Veranstaltung und keine bierernste Demonstration. Wir sind auch nicht zu cool für diese Welt, sondern wir entblößen uns gerne und zeigen uns in allem, was wir so drauf haben.

Was treibt dich an den Dyke* March zu organisieren?

Für mich ist es wichtig, dass ich die Rahmenbedingungen mitgestalten kann. Ich möchte keine Werbung, keine Parteien auf dem Dyke* March. Es ist mir sehr wichtig, eine Plattform zu bieten, die frei von der klassischen Einflussnahme ist, die wir sonst täglich erleben.

Was ist der Traum für die Zukunft?

Der Dyke* March muss für alle ein selbsterklärender Begriff werden. Ich möchte, dass ich das meinem Bruder erzähle und er weiß, was es ist. Heute muss man es ständig erklären. Ich fände es super, wenn in Zukunft einfach klar wäre, was Dyke* March ist und wofür er da ist. Ich wünsche mir, dass es ein so selbsterklärender Begriff wird wie der CSD.

 

Samstag, 7. Juli, Start: 18:15 Uhr, Am Roncalliplatz

 

www.dykemarchcologne.de

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