Interviews

„Es gab uns, es gibt uns und wir haben sehr viel geschaffen“

2.8.2018 - Der Dyke* March Hamburg findet bereits zum dritten Mal statt und lockt wieder viele Lesben auf die Straße. Ganz vorne dabei sind die offiziellen Dykes on Bikes

Von Dana Müller

02.08.2018 – Aus dem Wunsch nach mehr lesbischer Sichtbarkeit in der
Hamburger Szene entstand in der Hansestadt der dritte Dyke* March Deutschlands. Reingard Wagner und Ute Stindtmann vom Lesbennetzwerk Hamburg organisieren mit vielen anderen die Demo und haben große Visionen.

Wie kam es zum Dyke March?

Reingard: Wir hatten das Lesbennetzwerk gegründet, weil wir mehr Sichtbarkeit von Lesben wollten. Dabei kam auch schnell die Idee in Hamburg einen Dyke March zu machen. Berlin und Köln hatten schon einen. Da dachten wir, Hamburg ist überfällig. Wir haben kein festes Organisationsteam. Aber in dem Netzwerk sind bis zu 12 Frauen und zirka die Hälfe organisiert den Dyke March. Und die Dykes on Bikes fahren seit Anfang an vorne weg, wie auch beim Hamburger CSD.

 

Warum braucht Hamburg einen Dyke March?


Reingard: Hamburg braucht definitiv ganz dringend einen Dyke March! Weil Lesben dort so wenig bekannt sind und wenig finanzielle Unterstützung bekommen. Wir haben vor zwei Jahren im Rahmen der CSD-Woche, vom Lesbennetzwerk eine Veranstaltung zu Genderbudgeting gemacht, also wie viel bekommen eigentlich schwule Projekte und wie viel Geld bekommen lesbische Projekte. Und selbst wir waren erstaunt wie krass der Unterschied ist. Lesben bekommen in Hamburg erschreckend wenig finanzielle Mittel von der Stadt.

Was ist das Besondere am Dyke* March Hamburg?

Ute: Der Dyke* March Hamburg ist einfach eine gute Gelegenheit, alle Lesben zusammenzubekommen, auch diejenigen, die sich nicht mehr so benennen wollen. Es ist einfach toll, unsere Unterschiedlichkeit zu zeigen und sichtbar zu machen, wer wir alles sind.

 

Was treibt euch an, den Dyke* March zu organisieren?

Reingard: Es ärgert mich einfach, dass das, was Lesben geschafft haben in der Frauenbewegung, nicht öffentlich bekannt ist oder gewürdigt wird. Es heißt immer Frauenbewegung, dabei waren es zu einem großen Teil auch Lesben, die sich engagiert haben und die Projekte geschaffen haben. Ganz viele Dinge würde es nicht ohne Lesben geben. Für mich ist es wichtig zu sagen: Es gab uns, es gibt uns, wir waren sehr aktiv und wir haben sehr viel geschaffen.

Ute: Ich war letztes Jahr das erste Mal dabei, aber nicht im Orga-Team. Ich habe meine Motivation durch das Dyke March-Vernetzungstreffen mit all den anderen Organisatorinnen gefunden. Die Energie der Frauen, die ich dort kennengelernt habe und wie sie von ihren Ideen erzählt haben, hat mich berührt. Dabei habe ich gemerkt, dass ist mein Kind geworden.


Was ist der Traum für die Zukunft?

Reingard: Ich wünsche mir bis zu 6.000 Frauen auf dem Dyke* March in Hamburg. Und dass die Leute jubelnd an der Seite stehen (lacht). Ich wünsche mir einfach, dass sich viel mehr Frauen, Männer und sonstige Identitäten dem anschließen.

Ute: Ich wünsche mir, dass wir nicht am Abend vorher so nebenbei von dem großen CSD laufen. Ich wünsche mir, dass wir eigenständig sind. Und vielleicht auch wie der CSD an einem Samstag mitten durch die Innenstadt laufen. Dass wir einen eigenen Status bekommen!

Dyke March Hamburg
Freitag, 3. August
Start: 18:30 Uhr, Am Jungfernstieg
Angeführt von den Dykes on Bikes

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