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Diskriminierung beenden: Regenbogenfamilien ziehen vor Gericht

13.10.2020 - Immer noch benachteiligt das Abstammungsrecht lesbische Familien: Mit-Mütter müssen das eigene Kind adoptieren. Jetzt haben einige Regenbogenfamilien die Initiative #Nodoption gestartet und versuchen, vor Gericht eine Grundsatzentscheidung zu erwirken.

Von Karin Schupp

13.10.2020 - Anders als bei heterosexuellen Paaren werden Familien mit zwei Müttern oder einem Elternteil mit dem Gender-Eintrag „divers“ nach wie vor vom Gesetz benachteiligt: Nur die Frau, die das Kind zur Welt gebracht hat, wird als rechtlicher Elternteil anerkannt, die andere Person muss das Kind adoptieren und dazu in einem langwierigen und belastenden Prozess nachweisen, als Mutter geeignet zu sein.

Die LGBT-Online-Plattform All Out und der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) haben im Frühjahr eine Petition gestartet, die fordert, diese Diskriminierung zu beenden und Regenbogenfamilien endlich mit Heteropaaren gleichzustellen (wir berichteten). Im Mai wurden die ersten 54.000 Unterschriften an Bundesjustizministerin Christine Lambrecht übergeben, inzwischen hat die Aktion fast 70.000 Unterschriften gesammelt.

Den Druck mit strategischen Klagen erhöhen

Die SPD-Ministerin kündigte inzwischen eine Reform des Abstammungsrechts an, die einige Forderungen umsetzen soll (wir berichteten). Laut Fachleuten ist aber zu befürchten, dass sie bis zur nächsten Bundestagswahl im Oktober 2021 nicht mehr in Kraft treten wird.

Einige Mütterpaare haben sich daher entschlossen, den Druck zu erhöhen. Sie haben sich zur Initiative #Nodoption zusammengeschlossen und wollen mit Hilfe strategischer Gerichtsprozesse eine Grundsatzentscheidung erwirken, von der auch alle anderen betroffenen Regenbogenfamilien in Deutschland profitieren würden. Unterstützt werden sie dabei von der GFF - Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V., dem LSVD und der Anwältin Lucy Chebout.

Da solche Klagen kostspielig sind, hat All Out eine Fundraising-Kampagne organisiert, um die beteiligten Familien finanziell dabei zu unterstützen. Ihr könnt euch mit einer Spende in beliebiger Höhe darin beteiligen und den Klägerinnen damit den Rücken stärken.

Hier könnt ihr die Petition unterschreiben, zur Fundrasing-Webseite von All Out geht es hier.

 

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