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Die 12 besten queeren Videos von lesbischen und bisexuellen Musikerinnen 2021

2.1.2022 - L_Tashina, BECKS, Melissa Etheridge, G Flip, MUNA und weitere Musikerinnen: Unser Rückblick auf die besten queeren Videos aus dem zweiten Halbjahr 2021.

Von Karin Schupp

2.1.2022 - Fürs erste Halbjahr gibt’s schon unsere Liste mit 10 Songs von LP, Hayley Kiyoko, Wilhelmine, Sleater-Kinney, Hannah Batka und andere lesbischen, queeren und bisexuellen Musikerinnen und Bands - und jetzt machen wir das Jahr voll: Hier kommen die zwölf besten Videos aus dem 2. Halbjhar 2021:

1. MUNA (feat. Phoebe Bridgers), „Silk Chiffon“

Zu diesem Song „können queere Kids ihren ersten Kuss haben“, sagte MUNA-Gitarristin Naomi McPherson. Das Video der queeren Frauenband und der bisexuellen Indie-Musikerin Phoebe Bridgers ist eindeutig vom Lesbenfilmklassiker But I'm a Cheerleader - Weil ich ein Mädchen bin (1999) inspiriert. Regisseurin Ally Pankiw drehte übrigens auch die erste Staffel der lesbischen Netflix-Serie Feel Good (unsere Serienkritik).

2. L_Tashina, „F.W.O.T. – Favorite Waste of Time“

Als Laura Tashina spielte sie in der bayerischen Soap Dahoam is Dahoam eine lesbische Rolle, und auch die Videos zu L_Tashinas Songs sind oft lesbisch, so auch hier: Als sexy Schrauberin kriegt sie am Ende die Frau des ultrafiesen Gangsters! Mit einem Hauch von Thelma & Louise und einer Prise des lesbischen Thrillers Bound.

3. Fletcher, „girls girls girls“

Der Song, der am „International Lesbian Day“ am 8. Oktober erschien, sampelt zwar Katy Perrys berühmte Zeile „I kissed a girl and I liked it“, geht aber über den dort besungenen heterosexuellen Partyspaß weit hinaus: „I told my Mom it’s not a phase cause/ I kissed a girl and I liked it/ Sipped her like an old fashion/ I kissed a girl and she liked it/ It’s better than I imagined.“ Fletchers aktueller Song „Cherry“, den sie mit ihrer lesbischen Kollegin Hayley Kiyoko veröffentlichte, ist übrigens das Prequel zu „girls girls girls“, wie die queere US-Sängerin erklärte.

4. G Flip feat. Upsahl, „Scream“

„Es lässt sich nicht verbergen, dass es in diesem Song um Sex geht“, sagt G Flip, lesbische und nichtbinäre Musiker:in aus Australien, und auf das Video trifft das auch zu! Ab Februar tourt G Flip als Support von Fletcher (s. oben) und K.Flay durch Nordamerika.

5. BECKS, „Chemie“

„Was ist so falsch dran, dass ich 'ne Frau liebe anstatt 'nen Mann / Tu ich dir weh damit, wenn du wüsstest, wie oft ich schon deswegen litt“, singt Becks in ihrer ersten Single „Chemie“. Bekannt wurde die 23-Jährige aus Düren durch ihre Lipsync-Clips auf Tik Tok: mit 372.000 Follower:innen gehört sie zu den bekanntesten LGBTQ+ Influencerinnen in Deutschland. Warner Music promotet die Newcomerin als „Vorreiterin für die Themen Gender Identity, LGBTQ+, Selbstbestimmtheit als queere Persönlichkeit, und Sprachrohr für die Generation GEN-Z“.

6. Melissa Etheridge, „As Cool As You Try“

Eine Hommage an (die leider immer seltener werdenden) Lesbenbars: Während Melissa auf der kleinen Kneipenbühne spielt, hält es eine Frau nicht mehr auf ihrem Barhocker – und bald tanzen alle fröhlich mit. Der Song ist auf ihrem aktuellen Album „One Way Out“, das aus zuvor unveröffentlichten Songs aus den Achtzigern und Neunzigern besteht. Im September sprachen wir mit der Musikerin unter anderem über ihre Anfänge in Frauenbars und Gay-Clubs, ihren Kampf für LGBTQ-Rechte und das Älterwerden – lest hier unser Interview.

7. Ohrenpost, „Hallo du (Wir sind eins)“

Die Münsteranerinnen Christin Koll und Sarah Schäfer aka Ohrenpost wurden 2021 Eltern und schrieben den Song „Hallo du (Wir sind eins)“ über ihre Gefühle während der Schwangerschaft. Das 2014 gegründete Pop-Rock-Duo kennt keine Elternpause: Im November erschien ihr neuer Song „Du has(s)t dich“.

8. Xana, „Kitchen Light“

Weiter als bis zur Küche kommen Xana und ihre Eroberung nicht, als sie in ihre Wohnung stolpern. Sie könnte womöglich sogar die Liebe ihres Lebens sein – nur dumm, dass sie einen Boyfriend hat. Aber keine Sorge: die queere Kanadierin schrieb sich ein Happy End ins Drehbuch!

9. Kiana Ledé (feat. Kehlani), „Ur Best Friend“

Und auch hier geht’s um ein Liebesdreieck mit Mann: Die Schauspielerin und Sängerin betrügt ihren Sohn mit dessen bester Freundin, gespielt von Kehlani, die sich 2021 als lesbisch geoutet hat und bei diesem Clip auch Regie führte.

10. Zolita, „Somebody I F*cked Once“

Highschoolfilm mit einem Hauch von Ghost - Nachricht von Sam: Die lesbische Sängerin Zolita spielt eine Cheerleaderin und Promqueen, die sich in die coole Gia verliebt. Aber wird sie sich trauen, mit ihrem Freund Schluss zu machen und mit der Frau, die sie liebt zum Abschlussball zu gehen?! Die US-Amerikanerin mit deutschem Vater wurde 2015 durch ihr lesbisches Musikvideo „Explosion“ bekannt, das seitdem bei Youtube fast 20 Mio. mal aufgerufen wurde.

11. Tasha, „Perfect Wife“

Wart ihr schon mal so verliebt, dass ihr beim Gedanken an sie alleine durch eure Wohnung getanzt seid? Dieses Gefühl will die Sängerin aus Chicago mit ihrem Song und Video transportieren – „die Aufregung vor einem ersten Date, das noch viel schöner wurde, als du es dir vorgestellt hast“, wie Tasha in einem Interview sagte. Kürzlich erschien ihr zweites Album „Tell Me What You Miss The Most“.

12. Sylve & Julia Alfrida, „Legacy“

2021 fielen die meisten CSDs aus, aber mit diesem Song aus Schweden könnt ihr euch das „Pride-Gefühl“ nach Hause holen. Die lesbische Sängerin Julia Alfrida (deren Song „Rich“ 2021 auf Platz 1 der schwedischen Charts stand) und der schwule Sänger Sylve tauften ihren Track selbstbewusst „International Pride Song“.

 

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