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Die 10 besten lesbischen Musikvideos 2024 (bisher)

30.6.2024 - Deutschrap, Latino-Pop, Indie-Klänge und Top 10-Hit - von Arooj Aftab bis Zolita, von Fletcher bis Wilhelmine: Wir stellen die 10 besten lesbischen Musikvideos des ersten Halbjahrs 2024 (und einen Bonustrack!) vor!

Von Karin Schupp, 30.6.2024

1. Wilhelmine, „Sie“

Die Berliner Sängerin erinnert sich in an dem wunderschönen Moment, als sie sich in ihre Freundin, die Influencerin Alexa Grassmann (aka alexasearth), verliebte. Die spielt natürlich auch im Video mit. Gedreht wurde es aber im spanischen Málaga und nicht in der Berliner Torstraße, wo – wie es im Text heißt - ihre Liebe begann.

2. Fletcher, „Pretending“

Auf ihrer Tour verzauberte die US-Musikerin auch die deutschen Lesbenherzen (darunter auch Fußballnationalspielerin Sara Doorsoun) - da fantasiert sich doch bestimmt die eine oder andere in dieses Video rein, in dem Fletcher heimlich in ihre Mitbewohnerin (Isabella Lalonde) verliebt ist. „Es geht um diese eine Person, die du im Hinterkopf hast, wo du dich fragst: Werden wir diejenigen sein, die am Ende zusammenkommen?“, sagte sie zu ihrem Song. Und keine Sorge: Lalonde ist es nicht!

3. Farga, „Te sequiré besando“

„Was ist falsch daran, dass ich dich so liebe“, singt die queere Spanierin. „Ich werde dich weiter küssen, auch wenn sie dich anstarren.“ In dem Video küssen sich verschiedene Paare - auch ihre Partnerin und sie. Geplant sei das nicht gewesen, sagte sie hinterher. „Aber es hat sich so ergeben. Es ist etwas ganz Besonderes für mich.“ Elena Farga, die 2018 Zweite bei der spanischen Castingshow X Factor wurde, schrieb auch „Esta x venir“, den WM-Song 2023 für das spanische Fußballnationalteam der Frauen, den späteren Weltmeisterinnen!

4. Billie Eilish, „Lunch“

„I could eat that girl for lunch/ Yeah, she dances on my tongue/ Tastes like she might be the one“, singt Billie Eilish einige Monate nach ihrem Bi-Coming-out. Mit dem wohl lesbischsten Pop-Hit aller Zeiten (sorry, aber „I Kissed a Girl“ ist einfach nur ein harmloser Song für neugierige Heteras) landete sie in über 30 Ländern in den Top Ten. Damit hat Billie natürlich einen Platz in dieser Liste verdient, auch wenn sie in dem Video kein Girl zum Lunch verspeist und nur alleine zu sehen ist. In den Text flossen übrigens auch eigene Erfahrungen ein: „Einen Teil davon habe ich geschrieben, bevor ich überhaupt etwas mit einem Mädchen hatte, und den Rest dann danach“, verriet sie dem Rolling Stone.

5. Lara Hulo, „Brich mir nicht mein Herz“

„Brich mir nicht mein Herz, Rahel“, singt die Indiepop-Newcomerin und schuf damit einen echten Ohrwurm. Im Video ist zu sehen, um welche Rahel es sich dabei handelt: Es ist die Princess Charming-Teilnehmerin, die sich in Staffel 3 in ihre Mitkandidatin Maria verliebte – inzwischen ist sie aber glücklich mit Lara liiert. Im November beginnt die erste Tour der Hamburgerin.

6. Arooj Aftab, „Raat Ki Rani“

Die queere Grammy-Gewinnerin (2022), die mit 19 aus Pakistan in die USA auswanderte, engagierte für dieses Video die bisexuelle Schauspielerin Tessa Thompson (Westworld). Die schuf in ihrem Regiedebüt eine sapphische Fantasie in elegantem Schwarzweiß: Zwei Frauen begegnen sich bei einem Fotoshoot – und sofort beginnt es zu knistern. Im Oktober kommt Aftab mit ihren melancholich-sanften Songs auch nach Deutschland. P.S.: „Raat Ki Rani“ ist der Urdu-Name für Nachtjasmin.

7. Paulinko, „Als sie sie küsst“

Diesen Song bezeichnet das queere Elektro-Pop-Duo aus Ratingen, bestehend aus Sängerin Anna und Schlagzeugerin Lisa, als ihren persönlichsten: Er erzählt von Lisas Coming-out, „aber auch die Geschichte von wahnsinnig vielen anderen Girls und auch Boys, die merken, dass sie nicht in die vermeintlich normalen Geschlechterrollen passen und die ihr inneres Coming-out erleben“, wie es im Begleittext heißt.

8. Karol G, „Contigo“

Das Video zu „Contigo“ (= Mit dir), das am Valentinstag erschien, zeigt den kolumbianischen Superstar in einer Beziehung mit einer Frau, gespielt von der lesbischen Rapperin Young Miko. Mit dem lesbischen Inhalt erregte Karol G, privat hetero, viel Aufsehen, auf Instagram erklärte sie: „Dieses Video ist eine kleine Umarmung für all jene Menschen, die jemals Angst vor der Liebe hatten.“ Erfolg hatte sie damit allemal: Auf Youtube wurde der Clip schon fast 79 Mio. mal geklickt.

9. Jojo Siwa, „Karma“

Der Ex-Kinderstar will erwachsen werden: Die lesbische 20-Jährige warf ihr Markenzeichen, die Riesenschleife im Haar, weg und startet als „Bad Girl“ neu durch: In dem Video sieht sie aus wie das Junior-Mitglied einer „Kiss“-Coverband und vernascht eine Frau nach der anderen. Musikalisch hat Jojo eine Mission: „Ich will ein neues Genre starten: es heißt ‚Gay Pop‘“, sagte sie dem Billboard reichlich selbstbewusst. Als ihr später etliche Musiker:innen genannt wurden, die das eher für sich beanspruchen könnten, ruderte sie halbherzig zurück: „Ich könnte der CEO sein oder der Chief Marketing Officer.“

10. Zolita, „Bloodstream“

Zolitas Videos sind fast immer lesbisch und häufig Mini-Liebesfilme – hier sogar mit Dialogen. Wir blicken hinter die Kulissen eines Schönheitswettbewerbs, wo Ms. Montana (Zolita) und Ms. Florida (Kyra Green) ein heimliches Paar sind, geoutet werden und im Finale schließlich zu ihrer Liebe stehen. Das gleiche Bildmaterial zweitverwertete die US-Amerikanerin, die ihren Nachnamen Hoetzel ihrem deutschen Vater verdankt, auch für das Video zu ihrem Song „All Girls Go To Heaven (and God is gay)“.

BONUS-TRACK:

Ebow, „lesbisch“

Der lesbischste deutsche Song 2024 kann hier leider nur außer Konkurrenz laufen, denn es gibt dazu (noch?) kein Video (und der Clip auf Ebows Instagram-Account lässt sich nicht einbinden). Der Text hat auf jeden Fall das Zeug zur queeren Hymne: „Girl, ich check’s nicht/ Du weißt doch, ich bin lesbisch/ Doch du schreibst und du likest und dein Boyfriend ist hässlich“, rappt die Berlinerin. „Sag Bescheid wenn er dein Ex ist/ Denn alle pretty babes sind lesbisch.“ Hört das Audio, schaut euch Ebow in der Doku Lesbian Bar Project: FLINTA an (Youtube/ RTL+) und freut euch auf ihre Tour im Oktober.

 

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